Versuchter Totschlag: Mutter attackierte Sohn mit Messer

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BAD WÜNNENBERG - Erst sah alles nach einem tragischen Autounfall einer Mutter und ihres Sohnes aus. Doch jetzt erhärtet sich der Verdacht, dass die Frau den Neunjährigen töten wollte.

Eine 49 Jahre alte Frau aus Detmold soll versucht haben, ihren neunjährigen Sohn mit einem Messer zu töten. Die Frau war mit dem Jungen im Auto am Sonntag auf der A44 bei Bad Wünnenberg gegen eine Leitplanke gerast.

An dem Hals des Jungen wurden Schnittverletzungen entdeckt, die nicht von dem Unfall stammten, teilte Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mit. Unklar ist noch, ob die Frau absichtlich gegen die Leitplanke gefahren ist. Sie schweigt zu den Vorwürfen.

Das Auto war am frühen Sonntagmorgen an der Ausfahrt zum Rastplatz Sintfeld mit hoher Geschwindigkeit frontal gegen eine Leitplanke geprallt. Nach Zeugenaussagen war sie danach mit einem Messer in der Hand aus dem völlig demolierten Auto geflohen. Sie wurde in einem nahen Feld gefunden, ebenso das Messer. Der nicht lebensgefährlich verletzte Junge wurde in dem Auto entdeckt und in ein Krankenhaus gebracht.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Mordkommission besteht für Polizei und Staatsanwalschaft der dringende Verdacht, dass die Frau ihren Sohn mit dem Messer am Hals schwer verletzt habe. Gegen sie wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen.

Der Junge wird im Krankenhaus behandelt. Er wurde am Montag von Rechtsmedizinern untersucht. Er wohnte mit seiner Mutter in Detmold. Die arbeitslose Frau lebte getrennt vom Vater des Jungen. Jetzt muss das Jugendamt über die Unterbringung des Neunjährigen entscheiden. - dpa

Quelle: wa.de

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