Mordkommission ermittelt

Weil er zu laut telefonierte? 33-Jähriger stirbt nach Messerstichen - Verdächtiger (61) in Haft

Razzia gegen Clankriminalität Die Polizei ermittelt nach einem Messerangriff auf einen 33-jährigen Mann in Münster. Das Opfer starb nach mehreren Stichen in den Oberkörper. Ein 61-jähriger Verdächtiger wurde festgenommen.in Wuppertal
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Die Polizei ermittelt nach einem Messerangriff auf einen 33-jährigen Mann in Münster. Das Opfer starb nach mehreren Stichen in den Oberkörper. Ein 61-jähriger Verdächtiger wurde festgenommen. (Symbolbild)

Die Polizei ermittelt nach einem Messerangriff auf einen 33-jährigen Mann in Münster. Das Opfer starb nach mehreren Stichen in den Oberkörper. Ein 61-jähriger Verdächtiger wurde festgenommen.

  • Nach einem Angriff mit einem Messer ist in Münster ein 33-jähriger Mann gestorben. 
  • Ein Verdächtiger (61) sitzt in U-Haft. 
  • Zeugen haben ausgesagt, dass es zum Streit wegen eines lauten Telefonats gekommen sei.

Münster - Zeugen riefen am späten Samstagabend die Polizei, weil sie einen schwerverletzten Mann in einem Vorgarten in Münster-Roxel gefunden hatten. Der 33-Jährige hatte Stichverletzungen am Oberkörper. Er starb wenig später im Krankenhaus. 

Die Polizei Münster setzte eine Mordkommission ein, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der ermittelnden Behörde und der Staatsanwaltschaft Münster. 

Zeugenaussagen weisen nach ersten Erkenntnissen darauf hin, dass das Opfer vor dem Haus in der Straße Auf dem Dorn mit jemandem gestritten hatte - "Möglicherweise soll ruhestörender Lärm eines Telefonates des 33-Jährigen vor der Haustür eines Anwohners Grund für diese Auseinandersetzung gewesen sein", erläuterte der Leiter der Mordkommission, Kriminaloberkommissar Andreas Osterhage. 

Festnahme nach Messerangriff: Verdächtiger will sich nur gewehrt haben

Die Polizei nahm kurz nach der Tat, die sich gegen 22.45 Uhr ereignet haben soll, einen 61-jährigen Münsteraner in seiner Wohnung fest. Der Mann habe in einer ersten Vernehmung die Auseinandersetzung mit dem 33-Jährigen eingeräumt, will sich aber nur zur Wehr gesetzt haben, berichtet WA.de*. 

Nach der Obduktion der Leiche am Sonntagmorgen stehe fest, dass das Opfer durch drei Messerstiche in den Oberkörper starb, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Der Verdächtige soll das Messer aus seiner eigenen Wohnung mitgebracht haben. Es gebe keine Hinweise darauf, dass sich die beiden Männer kannten. 

Mann (33) stirbt nach Messerangriff: Haftbefehl wegen Totschlags.

Ein Richter hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Sonntagnachmittag Haftbefehl wegen Totschlags erlassen und Untersuchungshaft angeordnet. 

Erst Ende April starb in Münster ein 77-Jähriger nach Messerstichen; verdächtig ist ein 51-jähriger Mann, der das Opfer gekannt haben soll. In Essen erlag ein 14-Jähriger nach einem Streit mit einem anderen Jugendlichen (17) seinen schweren Verletzungen.

*WA.de ist Teil der bundesweiten Ippen-Digital-Zentralredaktion.

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