Mordkommission beauftragt

Frau ertrinkt im Brunnenschacht - Sohn wieder auf freiem Fuß

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Der Sohn der 80-jährigen Frau wurde vorläufig festgenommen. Gegen den 54-Jährigen besteht ein Anfangsverdacht, berichtet die Polizei. 

[Update] In einem tiefen Brunnenschacht findet die Polizei eine Frauenleiche. Nun ist klar: Die Frau ertrank. Unklar bleibt, ob dahinter ein Verbrechen steckt. Ihr vorläufig festgenommener Sohn kommt frei.  

Neuenkirchen - Die am Mittwoch in einem Brunnenschacht auf einem Gärtnereigelände in Neuenkirchen im Münsterland gefundene 80-Jährige ist durch Ertrinken ums Leben gekommen. Das habe die Obduktion der Leiche am Donnerstag ergeben, teilten die Ermittler mit.

Mangels dringendem Tatverdacht kam der zwischenzeitlich festgenommene Sohn (54) wieder auf freien Fuß. Unklar sei weiter, ob es sich um ein Tötungsdelikt, einen Unfall oder einen Suizid handele. Der 54-Jährige Sohn hatte am Mittwoch selbst die Polizei über den Fund informiert.

Die Umstände sind unklar

Die Polizei rückte aus und fand die Leiche der 80-jährigen in einem mehrere Meter tiefen Brunnenschacht. Die Frau ist die Besitzerin der Gärtnerei. Zum Auffindezeitpunkt habe der Wasserstand bei etwa zwei Metern gelegen, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Seinen Angaben zufolge hatten Polizisten "wenigstens ein Hämatom" auf der Frauenleiche festgestellt. "Das Hämatom kann durch einen Sturz, durch Rettungsmaßnahmen oder doch durch Fremdeinwirkung entstanden sein", sagte der Leiter der eingerichteten Mordkommission Joachim Poll laut Mitteilung. Es werde weiter in alle Richtungen ermittelt.

Erster Verdacht gegen den Sohn

Nach umfangreicher Spurensuche auf dem Gelände und ersten Ermittlungen hatten die Ermittler am Mittwoch zunächst den Sohn der Gärtnereibesitzerin festgenommen, weil sich gegen ihn ein Anfangsverdacht ergeben habe. Einzelheiten dazu wollen die Ermittler nicht nennen.

Der 54-Jährige habe sich zu den Vorwürfen nicht geäußert, teilten sie mit. Für einen Haftbefehl reichten die Verdachtsmomente am Donnerstag allerdings nicht. Er sei mangels dringendem Tatverdacht wieder entlassen worden, sagte Oberstaatsanwalt Botzenhardt. - dpa

Quelle: wa.de

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