Münster holt ersten Alkoholsünder vom Fahrradsattel

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Fahrräder in Münster.

MÜNSTER - Die Fahrradstadt Münster hat dem ersten Alkoholsünder das Radfahren verboten. Der junge Mann sei Anfang des Jahres mit mehr als zwei Promille im Blut auf dem Fahrrad erwischt worden, erklärte der Leiter des städtischen Ordnungsamts, Martin Schulze-Werner.

Alkohol ist bei Radfahrern in Münster die häufigste Unfallursache. Um dem Problem entgegenzuwirken, hatte die Stadt vor kurzem beschlossen, Radfahrverbote für notorische Alkoholsünder zu verhängen.

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Zuvor war das Ordnungsamt gegen alkoholisierte Radfahrer nur mit Führerscheinentzug vorgegangen - jetzt müssen sie auch vom Rad steigen. Den Führerschein hatte der Mann, den die Stadt nun aus dem Verkehr zog, nach einer Alkoholfahrt ohnehin bereits 2008 abgeben. Deshalb habe ihn das Radfahrverbot gleich getroffen, nachdem er einmal betrunken am Lenker gestoppt worden sei, sagte Schulze-Werner. Ansonsten gelte: "Wer zweimal betrunken mit dem Rad unterwegs ist, den haben wir auch am Haken", erklärte der Amtsleiter.

Wer anschließend doch wieder alkoholisiert auf den Sattel steigt, zahlt beim ersten Mal ein Zwangsgeld von 500 Euro. Passiere es wieder, könne die Stadt die Summe beliebig erhöhen, sagte Schulze-Werner. "Die gesetzliche Grenze sind 100.000 Euro." - lnw

Quelle: wa.de

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