Jetzt 83 Corona-Fälle in Münster

Trotz 2G-Regel: Zahl der Corona-Fälle nach Partynacht in NRW weiter gestiegen

Trotz 2G-Regel wird die Partynacht im Cuba Club in Münster (NRW) immer mehr zum Superspreader-Event. Die Zahl der Corona-Infizierten ist erneut gestiegen.

Update vom 16. September, 13.11 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen nach einer Partynacht im Cuba Club in Münster (NRW) ist weiter gestiegen. Mittlerweile sei bei 83 der rund 380 Gäste eine Ansteckung mit dem Coronavirus nachgewiesen worden, die die Stadt Münster mitteilte. Die Party hatte vor knapp zwei Wochen stattgefunden, für den Zutritt galt damals die 2G-Regel - es durften also nur Geimpfte und Genesene teilnehmen.

StadtMünster
Bevölkerung314.319 (2019)
Fläche302,9 km²

Die Stadt Münster überprüft unterdessen weiter die Impfnachweise der infizierten Party-Gäste. „Bisher ist kein Verstoß bei den Impfnachweisen festgestellt worden“, heißt es. Die Infizierten, die überwiegend aus Münster stammen, hätten weiterhin nur milde oder gar keine Symptome. Auch ein Mitarbeiter des Cuba Clubs sei infiziert.

Münster/NRW: 72 Corona-Infektionen trotz 2G-Regel bei Partynacht

[Erstmeldung vom 14. September] Münster - Die große Partynacht in Münster (Nordrhein-Westfalen) mit rund 380 Gästen wieder immer mehr zu einem Superspreader-Event. Nach Angaben der Verwaltung sind inzwischen 72 Gäste mit dem Coronavirus infiziert. Das ist ungefähr jeder Fünfte. (News zum Coronavirus)

Die Partynacht fand am 3. September im Cuba Club im Bahnhofsviertel von Münster unter 2G-Regeln statt. Dennoch infizierten sich mehrere Gäste mit Corona. In einer ersten Meldung der Stadt Münster sechs Tage nach dem Event war zunächst von 26 infizierten Personen die Rede. Im Laufe der folgenden Tage wurden immer mehr Ansteckungen bekannt.

Von den aktuell 72 Infizierten (Stand: 14. September) sind nach städtischen Angaben 55 aus Münster. Die übrigen Personen wohnen in der erweiterten Region. Auch ein Mitarbeiter des Clubs ist demnach infiziert.

Bei den Betroffenen sind die Symptome weiterhin milde oder asymptomatisch. „Weitere Ansteckungen sind wahrscheinlich, da vereinzelt noch Infektionsmeldungen mit Bezug zu dem Club-Event bei der Stadt Münster eintreffen“, teilte die Stadt am Dienstag (14. September) mit. Das Gesundheitsamt hat von den infizierten 56 Personen aus Münster die Impfnachweise angefordert und bereits 44 erhalten.

Partynacht im Cuba Club in Münster: Stadt lobt Hygienekonzept

Bisher hat die Stadt Münster keine Verstöße bei den Impfnachweisen festgestellt. Auch sonst hat sich der Club nach bisherigem Kenntnisstand an die rechtlichen Rahmenbedingungen und behördlichen Auflagen gehalten. Ab einer Zahl von 100 Personen in geschlossenen Räumen müssen Veranstalter ein Hygienekonzept vorlegen. Das hatten sie getan.

Das von dem betroffenen Club bereits Mitte August eingebrachte Hygienekonzept wurde von der Verwaltung sogar als vorbildlich bewertet. Auch die geprüften Lüftungsanlagen überträfen laut Wartungsfirma die Anforderungen. Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer sagte dazu: „Nach bisheriger Erkenntnis hat der Club alle nach Coronaschutzverordnung NRW nötigen Rahmenbedingungen geschaffen.“

Partynacht in Münster/NRW: Club verschärfte Corona-Regeln

Die Clubbetreiber hatten für die Partynacht die grundsätzlich geltende 3G-Regel sogar zu einer 2G-Regel verschärft: Ausschließlich Geimpfte und Genesene sollten demnach Zutritt erhalten. Personen, die lediglich über einen Test (in diesem Fall PCR-Test) verfügen, hatten also keinen Zugang zur Veranstaltung.

Bei den Infektionen handelt es sich auch um Impfdurchbrüche und Ansteckungen bei bereits Genesenen, wie die Stadt Münster am Donnerstag (9. September) mitteilte.

Angesichts der Nachrichten aus Münster kommt diese Nachricht überraschend: Die Stadt Dortmund schafft die Sperrstunde für das Nachtleben ab - allerdings bleiben einige Regeln bestehen. Die Bundesregierung bereitet sich offenbar auf einen Teil-Lockdown vor. Es sind Geheim-Pläne durchgesickert. Die Opposition ist irritiert.

Rubriklistenbild: © Amélie Dupont/dpa

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