Sieben Kilometer langer Motorrad-Tross

1.000 Biker demonstrieren gegen Verbote und Sperrungen - und für Rücksichtnahme

Gegen Sonntagsfahrverbote und Streckensperrungen, aber auch für Rücksichtnahme sind am Sonntagmorgen die Motorradfahrer im Sauerland auf die Straße gegangen.
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Gegen Sonntagsfahrverbote und Streckensperrungen, aber auch für Rücksichtnahme sind am Sonntagmorgen die Motorradfahrer im Sauerland auf die Straße gegangen.

Gegen Sonntagsfahrverbote und Streckensperrungen, aber auch für Rücksichtnahme sind am Sonntagmorgen die Motorradfahrer im Sauerland auf die Straße gegangen. Die Polizei zählte gut 1.000 Biker, die nach einer Kundgebung in Neuenrade in einem sieben Kilometer langen Tross nach Balve und wieder zurück zum Ausgangspunkt fuhren.

  • 1.000 Motorradfahrer haben an einer Demo im Sauerland teilgenommen.
  • Die Biker protestierten gegen Sperrungen und Sonntagsfahrverbote und warben um Rücksichtnahme.
  • Der Motorrad-Tross war sieben Kilometer lang.

Neuenrade/Balve - 1.000 Motorradfahrer haben am Sonntag ein Zeichen ein sieben Kilometer langes Zeichen gesetzt - so lang war der Tross, der vom Hagebaumarkt Arens & Hilgert bis nach Balve und zurück fuhr, um gegen Sonntagsfahrverbote und Streckensperrungen, aber auch für Rücksichtnahme zu demonstrieren. 

Das Motto: "Leis ist kein Scheiß" und "Fahr mit Verstand durch das Sauerland". „Ja, es gibt schwarze Schafe, die das Sauerland als ihre private Renn - und Teststrecke ansehen“, sagte Uwe Hoh, Vorsitzender der Motorradfreunde. Solche Biker schadeten der Motorradfahrer-Lobby. Deshalb mahnte er: „Fahrt einfach mit Verstand.“ 

Motorrad-Demo im Märkischen Kreis: Mit 1.000 Teilnehmern zufrieden

Der Balver Olaf Keul hatte sich seit einigen Wochen intensiv bemüht, eine solche Aktion zu initiieren. „Mit 1.000 Teilnehmern bin ich vollauf zufrieden“, sagte er unserer Redaktion. "Der schlimmste Fall wären 50 gewesen."

Aus dem ganzen Märkischen Kreis, aber auch aus dem Hochsauerlandkreis und dem Ruhrgebiet waren die Biker angereist. Um 11.30 Uhr hatte die Veranstaltung mit einer Kundgebung auf dem Parkplatz des Hagebau-Marktes begonnen. Gegen 12 Uhr machten sich die Teilnehmer auf die insgesamt gut 36 Kilometer lange Proteststrecke über den Kreisverkehr Neuenrade, den Hüttenweg und die K12 zurück nach Balve und von dort wieder zum Ausgangspunkt. 

1.000 Teilnehmer an der Biker-Demo zählte die Polizei.

Motorrad-Demo im MK: Polizei mit 60 Kräften im Einsatz

Tabea und Marc aus Herscheid stehen voll und ganz hinter dieser Aktion. "Wenn wir nur noch Fahr- und Streckenverbote haben, dann haben wir kein Hobby mehr - überteuerte PS-Boliden dürfen doch auch auf die Straße." Jürgen aus Garbeck und Volker aus Balve finden, dass vorsichtiger auf Landstraßen gefahren werden muss. "Aber es dürfen nicht alle für die Fehler von wenigen bestraft werden", meint Jürgen. 

Man kommt schnell ins Gespräch auf dem weitläufigen Parkplatz. Mittendrin sind die Neuenrader Andre, Michael, Tom und Alex. Auf zwei Maschinen fahren sie mit, und setzen auf ein vernünftiges Miteinander aller.

Mit 60 Einsatzkräften, darunter Motorradpolizisten aus Hagen, Olpe und dem Hochsauerlandkreis, begleitete die Polizei den Aufzug der Biker. Die Versammlung sei störungsfrei verlaufen, hieß es in einer Mitteilung: "Die Polizei bedankt sich für den reibungslosen Verlauf, die netten Gespräche am Rande und das Verständnis der Verkehrsteilnehmer." 

In Altena kamen "Biker und Bürger" zum Gespräch über die Lärmbelastung zusammen. Der Hotspot am Kohlberg soll zum Vorzeigeprojekt werden - ein großes Ziel. Auch in Dortmund gab es bereits Demonstrationen gegen geplante Sonntagsfahrverbote.  - Julius Kolossa/eB

Quelle: wa.de

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