In Moschee gezündelt: Mehr als vier Jahre Haft für Ex-NPD-Mitglied

DORTMUND - Neun Monate nach der Brandstiftung in einer Bergkamener Moschee ist ein ehemaliges Mitglied der rechtsextremen NPD am Dienstag zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.

Das Dortmunder Landgericht stellte im Urteil eine "ausländerfeindliche Gesinnung" bei dem 23-Jährigen fest. Der Angeklagte hatte am Abend des 23. Juli 2011 mehrere Feuer gelegt. In der Moschee in Bergkamen war dabei ein Sachschaden von über 30 000 Euro entstanden. Inzwischen will sich der Angeklagte jedoch von der rechten Szene gelöst haben.

"Ich will jetzt zur Moschee, es gibt eh schon zu viele Moscheen." Mit diesen Worten soll der 23-Jährige die Tat damals angekündigt haben. Da das Gebetshaus gerade umgebaut wurde, konnte der Angeklagte das Gebäude problemlos betreten. Laut Urteil verschüttete er zwei Container mit hochbrennbarem Klebstoff, kurz darauf brannte ein Stapel Styroporplatten. Mit dabei war ein gleichaltriger Komplize, der zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden ist. Zu ihm soll er nach der Tat gesagt haben: "Gleich brennt die Moschee, dann ist Ruhe, dann wird da nicht mehr gefeiert."

Zuvor hate das Duo in Bergkamen mehrere Müllcontainer angezündet. Außerdem war im Keller eines Wohnhauses Feuer gelegt worden. Der Hauptangeklagte war von 2006 bis 2011 Mitglied der NPD. Zu seinem 22. Geburtstag hatte ihm seine Freundin ein Hakenkreuz geschenkt. - lnw

Quelle: wa.de

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