Mordanklage gegen Ehemann - Keine Spur von Leiche der Ehefrau

BONN - Seit rund eineinhalb Jahren ist eine Verkäuferin aus Eitorf im Rhein-Sieg-Kreis spurlos verschwunden, jetzt hat die Bonner Staatsanwaltschaft deren Ehemann wegen Mordes angeklagt.

Obwohl die Leiche der Frau bis heute nicht gefunden wurde, ist Oberstaatsanwalt Robin Faßbender davon überzeugt, dass der 41-Jährige das heimtückische Verbrechen begangen hat.

Laut Anklage vom Dienstag soll der Mann seine Ehefrau am Morgen des 9. September 2012 zunächst die Treppe heruntergestoßen, sie anschließend ins Schlafzimmer getragen und auf dem Bett solange gewürgt haben, bis sie verstarb. Anschließend soll er den Leichnam zerstückelt und in den Küchenabfällen des Krankenhauses, in dem er als Koch gearbeitet hat, nach und nach entsorgt haben.

Diese Geschichte soll der Angeklagte fast ein Jahr später seiner neuen Freundin erzählt haben. Die 40-Jährige hatte sich damit an die Polizei gewandt. Nach weiteren Ermittlungen wurde der Mann im vergangenen August festgenommen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe und erklärt, seine Frau habe ihn an dem Tag nach einem Streit verlassen und sei nicht zurückgekehrt. Seinen Anwalt ließ er erklären, dass er die Horrorgeschichte ausschließlich für seine Freundin erfunden habe. Weil sie so heiß auf solche Geschichten gewesen sei, habe er die Story immer weiter ausgeschmückt. Dass die Vermisste tot ist, davon geht der Ankläger sicher aus: Seit dem Tag habe es kein einziges Lebenszeichen mehr gegeben, heißt es. - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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