Mord mit Horrormaske - Angeklagter bestreitet die Tat

BIELEFELD - Im Horrormasken-Prozess um den Mord an einer 82-Jährigen in Bielefeld hat der 19 Jahre alte Angeklagte am Mittwoch die Tat bestritten. Die Seniorin war im März mit rund 40 Messerstichen getötet worden.

Eine Gutachterin bezeichnete die Tat als "Gewaltexzess". Die Frau habe sich heftig gewehrt und sei innerhalb weniger Minuten verblutet. Die Staatsanwaltschaft wirft dem jungen Mann vor, aus reiner Mordlust und mit einer gruseligen Serienkiller-Maske getarnt, die Frau erstochen zu haben.

Der Angeklagte beteuerte, er habe die Frau nicht umgebracht. Am Abend des 29. März habe einen Horrorfilm geschaut und plötzlich einen Schrei aus der Wohnung der im selben Haus lebenden Vermieterin gehört, sagte der 19-Jährige. Die Seniorin habe er schwer verletzt in ihrem Blut liegend gefunden und versucht sie wiederzubeleben. Der Notarzt konnte aber nur noch den Tod der Frau feststellen.

Nachdem Eintreffen von Polizei und Sanitätern war der 19-Jährige in seine Wohnung gegangen, um seinen Personalausweis zu holen. Dabei habe er die Maske berührt, die im Internet unter der Bezeichnung "Justin, der Serienkiller" verkauft wird, sagte er. In der Wohnung hatten die Ermittler auch ein Messer mit Blutspuren vom Opfer gefunden. Die seien möglicherweise beim Zusammenräumen von Geschirr dort hingekommen, sagte der 19-Jährige. Der Prozess wird am 31. Oktober fortgesetzt. - lnw

Quelle: wa.de

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