Montgolfiade vor dem Start: Wetter bleibt die große Unbekannte

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WARSTEIN - „Das wird gut“, ist Uwe Wendt sicher. Hermann Löser ist als erfahrener Ballonpilot vorsichtiger, verlässt sich immer nur auf die tägliche Prognose und nicht auf langfristige Vorhersagen, die ein Hoch ankündigen.

Von Christian Clewing

Das Wetter ist für die beiden Geschäftsführer der Warsteiner Internationalen Montgolfiade, die am Freitag, 31. August, zum 22. Mal gestartet wird, die einzige Unbekannte bei der Großveranstaltung – alles andere ist bis ins Detail duchgeplant. Mit dem Aufbau der Zelte erfolgte am Montag der nach außen hin gut sichtbare Teil der aufwändigen Vorbereitungen der Großveranstaltung, für deren reibungslosen Ablauf bis zu 250 Helfer sorgen.

Uwe Wendt -er ist für das „Drumherum“ der Montgolfiade mit Festzelten, Kirmes und Sponsoren zuständig, während Hermann Löser den ballonsportlichen Teil organisiert - überwachte am Montag noch persönlich das Setzen des ersten Zeltbodens. „Die erste Platte muss richtig liegen“, so Wendt, danach laufe dann alles automatisch in die richtige Richtung.

Vorfreude herrscht bei den Köpfen an der Spitze der Montgolfiade-Organisation: Hermann Löser, Uwe Wendt und Seppl Albersmeier.

Erstmals werden beide Zelte – das öffentliche Zelt mit 1300 Quadratmetern Grundfläche, das für VIP-Gäste, das Organisationsteam sowie für die Küche mit 1200 – von einem Unternehmer aufgebaut. Die Firma Niemeyer hat den kompletten Bereich übernommen. Zwar habe in elfjähriger Zusammenarbeit die Firma Bergmann „gute Arbeit“ geleistet, wie Hermann Löser betonte, allerdings seien 37.000 Autobahnkilometer pro Montgolfiade für den Materialtransport einfach „zu viel“. Und daher übernahm der Eventveranstalter Niemeyer auch den Aufbau des 65 mal 20 Meter großen öffentlichen Zeltes und erwarb gleich zwei nagelneue Zelte, die erstmals in Warstein aufgebaut werden. Zufrieden verfolgten die beiden Geschäftsführer bei ihrem Kontrollrundgang den Zeltaufbau.

„Alles läuft“, lautete die Devise für die Vorbereitungen, die bereits seit Monaten laufen. Allein von der Stadt Warstein mussten vier Genehmigungen eingeholt (und bezahlt) werden: für den Ausschank, für den Jahrmarkt, für die Straßenführung, für das Sicherheitskonzept. Zu letzterem gehörte auch die Anschaffung einer „Rettungszentrale“ auf dem Montgolfiadegelände.

Im Vorjahr koordinierte ein Team von Freiwilligen Feuerwehrleuten aus der Stadt Warstein mit dem Einsatzleitwagen die Einsätze vor Ort, da das Fahrzeug dann aber für Ernstfälle im Stadtgebiet nicht mehr zur Verfügung steht, wurde eine Alternative erarbeitet. Aus einem umgebauten und rot lackierten Bürocontainer mit entsprechender Technik, Funk- und Besprechungsraum werden die Helfer von Feuerwehr, Rettungsdienst und Rotem Kreuz fortan koordiniert.

Und auch im Reitsportzentrum, in dem das Pilotenbriefing stattfindet und die Teams im „Pilots Inn“ versorgt werden, wurde investiert, um über Treppen und Leitern optimale Fluchtwege zu haben. „Da wurde wieder eine Stange Geld investiert“, resümierte Hermann Löser die notwendigen Vorbereitungen. So etwas gehe nur, wenn man einen starken Partner im Rücken habe, wie hier die Warsteiner Brauerei mit dem ballonsportbegeisterten Albert Cramer an der Spitze.

Hinzu kämen neben fehlenden Sponsoren bei anderen Events auch zurückgehende Anmeldungen von Piloten. In Leipzig sei die Teilnehmerzahl von 100 auf 25 gesunken, andere Festivals seien komplett abgesagt worden. Bis Mittwoch hatten sich bei Hermann Löser 205 Teams, darunter 19 Sonderformen, angemeldet - eine geringe Steigerung gegenüber 2011.

Für alle Montgolfiadebesucher, die auch mal im Ballonkorb abheben möchten, hat die Mitfahrerzentrale (Tel. 02902/881400) noch reichlich Plätze frei. „Von ein bis 18 Leuten kriegen wir noch alles unter“, verspricht Karin Wendt. Und auch Personen mit Handicap können sich in diesem Jahr wieder in einem speziellen Ballonkorb einen Traum erfüllen. Großer Nachfrage erfreuen sich in diesem Jahr bereits die Plätze im VIP-Zelt, dort gibt es nur noch ein Restkontingent.

Verlosungs-Aktion:

Der Warsteiner Anzeiger verlost in Zusammenarbeit mit der Warsteiner Brauerei zwei Fahrten im Heißluftballon während der Montgolfiade. Wer in den Ballonkorb steigen möchte, kann sich per „Ballonpostkarte“ an den Warsteiner Anzeiger, Hauptstraße 8, 59581 Warstein um den Gewinn einer Fahrt bewerben. Der Kreativität sind bei dieser Verlosung keine Grenzen gesetzt – wichtig ist nur, dass das Thema Montgolfiade sich darin widerspiegelt.

Die gemalten oder gebastelten Postkarten müssen bis Mittwoch, 29. August 2012, um 12 Uhr der Anzeiger-Redaktion vorliegen. Dabei bitte an die komplette Absenderadresse inklusive einer Telefonnumer, am besten einer Handynummer, denken! Die beiden Gewinner werden dann umgehend benachrichtigt und dürfen am Sonntag, 2. September, beim Abendstart um 17.30 Uhr abheben. Wichtig ist, dass die Gewinner dann am Sonntag bereits nachmittags ab 15 Uhr auf dem Montgolfiade-Gelände sind.

Der Gutschein für eine Ballonfahrt hat einen Wert von 189 Euro und ist natürlich übertragbar. Sollte am 2. September kein Start stattfinden, wird die Mitfahrerzentrale mit den Gewinnern nach einem neuen Termin suchen. Die schönsten eingereichten Ballonpostkarten werden zudem im Warsteiner Anzeiger sowie im Internet auf unserer Homepage veröffentlicht.

Fotowettbewerb:

Bereits zum 17. Mal findet der Montgolfiade-Fotowettbewerb statt. Alle Fotografinnen und Fotografen dürfen ihre drei Lieblingsbilder als Foto-Abzüge beim Warsteiner Anzeiger, Hauptstraße 8, 59581 Warstein, einreichen. Allerdings muss es sich zwingend um aktuelle Fotos handeln. Es werden in jedem Fall Abzüge auf Fotopapier, egal in welchem Format, benötigt – Einsendungen per E-Mail werden nicht angenommen. Vorname, Name, Telefonnummer (Handy), Post- und E-Mail-Adresse des Teilnehmers sind unbedingt auf der Rückseite jedes Fotos zu vermerken. Einsendeschluss für den Montgolfiade-Fotowettbewerb ist Sonntag, 30. September 2012.

Die besten Aufnahmen werden prämiert - eine Ausstellung mit allen eingeschickten Fotos findet anschließend in den Räumen der Warsteiner Niederlassung der Sparkasse Lippstadt statt. Aus organisatorischen Gründen können die Fotos nicht zurückgeschickt werden.

Quelle: wa.de

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