Mörder erhängt sich in Werler Gefängnis

WERL - Es war einer der spektakulärsten Morde in diesem Jahr: In der JVA Remscheid hatte am 12. April ein 50-jähriger Häftling seine Lebensgefährtin getötet und anschließend versucht, sich selbst das Leben zu nehmen. Wie der Anzeiger erfuhr, hat sich der Mann in der Nacht zu Montag in der Werler JVA erhängt.

Der damals schwer verletzte Insasse war nach der Tat im April zunächst ins Justizkrankenhaus Fröndenberg und dann in das Werler Gefängnis verlegt worden. Montagmorgen wurde der 50-Jährige tot in seiner Zelle gefunden. Das hat Anstaltschef Michael Skirl auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt. Die JVA-Mitarbeiter fanden zudem zwei Abschiedsbriefe: adressiert an die Anstaltsleitung und an seine Anwältin.

Klaus-Dieter H. besaß keinerlei Perspektive mehr. Seine Chance, je wieder auf freien Fuß zu gelangen, tendierte gegen null. Der Mann hatte vor mehr als 19 Jahren ein neunjähriges Mädchen vergewaltigt und ihr den Kopf eingeschlagen. Seit 1995 saß er in der JVA Remscheid, wo er eine Frau aus Warendorf kennen lernte. In der sogenannten Liebeszelle tötete H. die 46-Jährige am 12. April.  - di

Wir berichten mit weiteren Hintergründen ausführlich am Dienstag in unserer Zeitung.

Quelle: wa.de

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