Möhnesee

Tragisches Ende: Zweiter Motorrad-Unfall an gleicher Stelle - diesmal tödlich

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Der Fahrer der Suzuki-Maschine starb noch an der Unfallstelle.

Zwei nahezu identische Motorradunfälle an beinahe der gleichen Stelle sind am Wochenende in Möhnesee tragisch geendet.

Möhnesee – Ein 24-jähriger Biker aus dem Hochsauerlandkreis starb am späten Sonntagnachmittag bei St. Meinolf zwischen dem Südufer des Möhnesees und Wilhelmsruh, nachdem er mit seiner Maschine in einer langgezogenen Rechtskurve zu Fall kam und mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert war. Fast genau 24 Stunden zuvor konnten Ersthelfer einen 28 Jahre alten Motorradfahrer an gleicher Stelle reanimieren; er wurde - lebensgefährlich verletzt - in eine Unfallklinik geflogen.

Jeweils gegen 17.30 Uhr am Samstag- und Sonntag wurden Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert. Am Samstagabend war ein 27 Jahre alter Motorradfahrer aus Ahlen vom Möhnesee kommend in einer langgezogenen Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn geraten. Der Audi-Fahrer hatte eigenen Angaben zufolge noch versucht, dem Motorrad auszuweichen. Doch es war zu spät.Die Fahrzeuge prallten zusammen, der 28-Jährige wurde gegen die Fahrerseite des Autos geschleudert und blieb ohne Lebenszeichen auf dem Boden liegen.

Die Spuren zeigen es: Beide Unfälle ereigneten sich an gleicher Stelle.

Ersthelfer konnten den Zustand des jungen Mannes mit einer Herzdruckmassage soweit stabilisieren, dass er mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 8“ in eine Klinik geflogen werden konnte. Nach Polizeiangaben schwebe der Ahlener aber weiter in akuter Lebensgefahr. Die verhältnismäßig geringe Deformation an den Unfallfahrzeugen lasse den Schluss zu, dass Auto- und Motorradfahrer nicht mit sehr großer Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein können.

Motorrad-Unfall am Möhnesee: 45-minütige Reanimation bleibt ohne Erfolg

Einen Tag später - am Sonntagnachmittag gegen 17.30 Uhr - konnten die Rettungskräfte für einen 24-jährigen Biker aus Arnsberg nichts mehr tun. Trotz 45-minütiger Reanimation starb der junge Mann noch am Unfallort. Er war in der gleichen langgezogenen Rechtskurve gestürzt und unter den Wagen einer 66-jährigen Fahrerin aus Bad Sassendorf gerutscht.

Wegen einer penibel geführten Spurensicherung war die Forststraße in beiden Fällen über Stunden gesperrt.

Seine Suzuki schleuderte einen angrenzenden Abhang hinunter. Das Motorrad wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zur weiteren Spurensicherung beschlagnahmt. Auch am Sonntagabend war ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Die Forststraße blieb jeweils über Stunden gesperrt.

Motorrad-Unfall am Möhnesee: Seelsorger im Einsatz

Am Sonntagabend waren zwei Notfallseelsorger im Einsatz. Die Feuerwehr Möhnesee wurde zur Reinigung der Fahrbahn angefordert, am Samstag hatten die Kameraden den Rettungsdienst unterstützt und den Hubschrauber-Landeplatz eingerichtet. Das geltende Kontaktverbot wegen der Corona-Krise hatte zahlreiche Motorradfahrer nicht davon abgehalten, auf ihre Maschinen zu steigen. Viele Touristen mit auswärtigen Kennzeichen waren auf der Unfallstrecke unterwegs und mussten aufgefordert werden, wegen der Vollsperrung umzudrehen.

Quelle: wa.de

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