700.000 Euro großes Finanzloch bei der VHS

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DÜSSELDORF - Im Finanzskandal der VHS NRW sind Kommunen und Kreise gefordert. Als Träger sollen sie eine Liquiditätslücke mit einem Kredit überbrücken.

Nach jahrelangem Missmanagement muss der nordrhein-westfälische Landesverband der Volkshochschulen (VHS) ein 700 000 Euro großes Finanzloch stopfen. Das geht aus einem Bericht von NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) an den Fachausschuss des Landtags hervor. Die Liquiditätslücke soll von den Kommunen und Kreisen als Träger der über 130 Volkshochschulen und mit einem Kredit überbrückt werden. Die Affäre stand am Mittwoch auf der Tagesordnung des Schulausschusses im Landtag.

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Eine ehemalige Buchhalterin der VHS NRW soll seit 2004 über 1,4 Millionen Euro veruntreut haben. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt bereits seit September 2013 wegen des Verdachts der Untreue gegen die entlassene Mitarbeiterin. Ein Prüfbericht hat führenden Köpfen des Landesverbands bescheinigt, dass schwere Kontroll- und Vollzugsversäumnisse die Unterschlagung sowie finanzielles Missmanagement ermöglicht haben. Auch sie müssen ihren Hut nehmen.

Die vom VHS-Vorstand beauftragten Wirtschaftsprüfer hatten nach Sichtung der Konten- und Buchführung auch moniert, dass Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds zweckentfremdet wurden. Mit rund 188 000 Euro seien Liquiditätsengpässe überbrückt worden.

Allerdings habe der Landesverband der Bezirksregierung Düsseldorf versichert, dass die Gelder bis Ende Februar an die Volkshochschulen ausgezahlt und die vom Land geförderten Weiterbildungsmaßnahmen ordnungsgemäß durchgeführt worden seien, berichtete Löhrmann. Die Bewilligungsbehörden überprüften nun die Verwendungsnachweise.

Quelle: wa.de

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