Ministerin: Kein Organspende-Missbrauch in NRW bekannt

DÜSSELDORF - In den Transplantationsskandal um manipulierte Krankenakten und bevorzugt operierte Patienten sind bislang keine Kliniken aus Nordrhein-Westfalen verwickelt.

"Für Unregelmäßigkeiten gibt es hier keinerlei Anzeichen", sagte NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) am Freitag in Düsseldorf. Allerdings habe sie alle neun Transplantationszentren in NRW um Auskunft gebeten. Sie sollen bis zum Monatsende auflisten, wie sie Manipulationen vorbeugen und welche Maßnahmen sie vorschlagen.

Bei den bekanntgewordenen Vorfällen an den Universitätskliniken in Göttingen und Regensburg sei kriminelle Energie Einzelner im Spiel gewesen, sagte Steffens. Gleichzeitig müsse festgestellt werden: "Die Organspender haben keine Probleme durch den Skandal."

Die Einführung eines bundesweiten und umfassenderen Warn- und Informationssystems müsse nun diskutiert werden. "Schnellschüsse" seien aber unangebracht. "Die Mehrzahl der Ärzte hat ein hohes Berufsethos und handelt auch dementsprechend." Deswegen dürften nicht alle Kliniken unter Generalverdacht gestellt werden. - lnw

Quelle: wa.de

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