Räumung des Hannibal-Hochhauses

Evakuierung in Dortmund hatte ähnliche Gründe wie in Bergkamen - diese Angebote gab es 

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Vor zwei Wochen mussten die Bewohner der Hausnummern 135 und 137 an der Töddinghauser Straße ihre Wohnungen verlassen.

Bergkamen/Dortmund – Vor zwei Jahren wurde in Dortmund das Hochhaus Hannibal II geräumt. Die Gründe für die Räumung waren ähnlich wie nun bei den Wohnhäusern an der Töddinghauser Straße in Bergkamen: Mängel im Brandschutz. 

Katharina Bellgardt sprach mit Frank Bußmann, Pressesprecher der Stadt Dortmund, über die Evakuierung und deren Nachspiel.

Was ist passiert? 

Die Wohngebäude mussten aus unabweisbaren Brandschutzgründen kurzfristig leergezogen werden. Diese Sicherheitsmaßnahme war zum Schutz der dort lebenden Mieter unumgänglich. Rund 800 Bewohner in 412 Haushalten wurden an einem Tag evakuiert. 

Hatte die Stadt Dortmund schon Erfahrungen mit einer Situation wie dieser? 

Nein, bislang gab es keine Evakuierung, die mit Hannibal II vergleichbar gewesen wäre. Sie war sehr außergewöhnlich, auch in ihrem Umfang. So etwas hatten wir in Dortmund noch nicht. 

Wie wurden die Mieter untergebracht? 

Wir mussten die Gebäude evakuieren, weil Gefahr für Leib und Leben bestand. Für die ersten beiden Nächte hat die Stadt die Helmut-Körnig-Sporthalle in der südlichen Innenstadt zur Verfügung gestellt. Anschließend wurden die Mieter in kommunale Mietwohnungen aus unserem Wohnraumvorhalteprogramm und in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. 

Wie teuer waren die Notunterkünfte? 

Die Stadt Dortmund hat die Kosten für diese Notunterkünfte vollständig übernommen. Die Mieter mussten nichts zahlen. 

Welche weiteren Unterstützungsangebote gab es? 

Wir haben diverse Informationsveranstaltungen angeboten, um die Leute auf den Stand der Dinge zu bringen und unsere zahlreichen Hilfsangebote vorzustellen. Diese haben in der DASA-Halle stattgefunden. Alle beteiligten Ämter und der Oberbürgermeister waren vor Ort. Wir haben angeboten, uns um neue Mietwohnungen und die Umzüge zu kümmern. Auch gab es das Angebot für finanzielle Hilfen mit Blick auf Umzüge oder mögliche Maklergebühren. Wir haben schon in den ersten Tagen tausend Beratungsgespräche geführt und direkt am geräumten Gebäude einen Info-Point eingerichtet, in dem Ansprechpartner aus allen zu beteiligenden Ämtern vertreten waren. Zudem wurde sofort ein Shuttle-Service eingerichtet, um dafür zu sorgen, dass die Kinder zu ihren nun teilweise weiter entfernten Schulen kamen. 

Wie geht es weiter mit Hannibal II? 

Das Gebäude steht noch leer. Inzwischen sind Bauanträge der Eigentümerin bei der Stadt eingegangen, die nun geprüft werden.

Quelle: wa.de

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