27-Jähriger sorgt für Aufregung

Großer Rettungseinsatz: Randalierer auf Flucht vor Polizei in Ruhr abgetaucht

In Menden löste ein 27-Jähriger am Mittwochabend einen Großeinsatz für Polizei und Feuerwehr aus (Symbolbild).
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In Menden löste ein 27-Jähriger am Mittwochabend einen Großeinsatz für Polizei und Feuerwehr aus (Symbolbild).

"Vermisste Person im Wasser": Bei Feuerwehr und Polizei schrillen bei dieser Einsatzmeldung alle Alarmglocken - so wie Mittwochabend in Menden. Es kam dann aber alles völlig anders...

  • Ein Mann (27) hat in Menden ohne erkennbaren Anlass einen großen Rettungseinsatz ausgelöst.
  • Am Mittwochabend (27. Mai) sprang er auf seiner Flucht vor der Polizei in die Ruhr.
  • Sogar speziell ausgebildete Wasserretter der Feuerwehr Balve wurden alarmiert.

Menden - In der Hauptrolle des abendlichen Großeinsatzes für Polizei und Feuerwehr im Bereich der Ruhr an der Ortsgrenze von Menden und Fröndenberg: ein 27-jähriger Mann aus Fröndenberg.

Los ging's offenbar völlig aus dem Nichts gegen 21.50 Uhr - und zwar auf dem Seitenstreifen der stark befahrenen Fröndenberger Straße in Richtung Fröndenberg, auf der immerhin 70 km/h erlaubt sind. Das berichtet COME-ON.de*.

Etwa 150 Meter vor der Einmündung Abtissenkamp habe der Fußgänger urplötzlich einen Leitpfosten aus der Verankerung gerissen und diesen auf die Fahrbahn in Richtung eines entgegenkommenden Pkw geworfen.

Rettungseinsatz in Menden: Autofahrer alarmiert Polizei

Der 23-jährige Pkw-Fahrer reagierte nach Angaben der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis von Donnerstagmorgen goldrichtig: Nachdem er dem Hindernis ausgewichen war, alarmierte er die Polizei.

Stadt

Menden (Sauerland)

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Landkreis

Märkischer Kreis

Bürgermeister

Martin Wächter (CDU)

Bevölkerung

52.912 (31.12.2018)

Währenddessen warf der 27-Jährige einen zweiten Leitpfosten und traf diesmal das Auto einer 56-jährigen Frau. Und dann wurde es filmreif:

"Mit Eintreffen der Polizei rannte der Mann Richtung Kanu-Club los und sprang unter der Ruhrbrücke in die Ruhr. Auf Grund der Strömung wurde er schnell abgetrieben und konnte glücklicherweise selbständig ans Ufer klettern.

Rettungseinsatz in Menden: Mann versteckt sich in Wiesen

Hier hielt er sich auf Mendener Seite in den angrenzenden Wiesen versteckt und konnte von der ebenfalls alarmierten Feuerwehr angetroffen werden. Vor Ort wurden ein medizinischer Check sowie ein Alkoholtest durchgeführt. Beide verliefen negativ, so dass der 27-jährige Fröndenberger nach Personalienfeststellung entlassen wurde", teilte die Polizei mit.

Ungeschoren kommt der abendliche Randalierer nicht davon: Ihn erwartet laut Polizei eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. 

Rettungseinsatz in Menden: Motiv völlig unklar

"Was ihn dazu verleitete, die Leitpfosten herauszureißen und in die Ruhr zu springen, müssen die Anschlussermittlungen ergeben", so die Polizei.

Welche Ausmaße der Einsatz annahm, wird daran deutlich, dass sogar die Feuerwehr Balve mit ihren speziell ausgebildeten Wasserrettern zur Unterstützung angefordert war - eben wegen der Meldung "vermisste Person im Wasser".

Noch bevor die Mitglieder der Löschgruppen Beckum und Volkringhausen allerdings ins Wasser gegangen waren, war der 27-Jährige - wie bereits erwähnt - bei bester Gesundheit aus der Ruhr geklettert und war wenig später "erwischt" worden. 

Rettungseinsatz in Menden: Wasserretter erneut vor Ort

Die Wasserretter-Einheit aus Balve war zuletzt im März 2020 in Menden im Einsatz gewesen, um eine Wasserleiche aus der Hönne zu bergen. Außerdem waren die Einsatzkräfte aus der Nachbarstadt im Februar 2020 mehrfach angefordert worden, als in Menden fieberhaft nach einem vermissten zehnjährigen Mädchen gesucht wurde, das in die Hönne gefallen war. Die Leiche des Mädchens wurde schließlich im Bereich Halingen an einem Wehr der Ruhr entdeckt.

*COME-ON.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Video: Strömung beim Durchqueren unterschätzt

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