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Mann will sich Gewinn sichern und überweist Gebühr - dann Katerstimmung

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Von: Kristina Köller

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Ein Mann wollte sich einen telefonisch angekündigten Gewinn von fast 50.000 Euro sichern - und überwies eine dafür angeblich fällige Gebühr. Dann folgte das böse Erwachen.

Menden - Ein 72-Jähriger aus Menden erhielt bereits am Montag der vergangenen Woche einen Anruf einer Frau, die ihm mitteilte, dass er angeblich 49.000 Euro bei einem Gewinnspiel gewonnen habe. Davon berichtet die Polizei am Donnerstag, 28. Juli.

Die Frau gab demnach an, dass der Mann die Summe nur erhalten könne, wenn er zuvor eine Gebühr von 2500 Euro über den Anbieter MoneyGram überweise. Die Frau nannte dem Senior in der Folge zwei Anschriften von Geschäften, wo solch eine Transkation durchführbar sei.

Der 72-Jährige fuhr schlussendlich in einen Laden nach Wickede und zahlte den geforderten Betrag sowie nach einem nochmaligen Anruf der Frau rund 1000 Euro mehr. Das Geld ging in den Kosovo. Der Gewinn von 50.000 Euro - natürlich Fehlanzeige.

Die Polizei warnt weiterhin vor solchen Gewinnspielmaschen: „Werden Sie misstrauisch, wenn für einen angeblichen Gewinn zunächst eine Gebühr erhoben wird und überweisen sie keinesfalls Geld.“

Betrug via WhatsApp: Frau aus Menden fällt auf fiese Masche herein

Mindestens genauso hinterhältig ist eine WhatsApp-Masche, mit der Betrüger seit Monaten immer wieder Erfolg haben. Auch eine 57-Jährige aus Menden fiel auf WhatsApp-Betrüger herein. Eine unbekannte Person meldete sich am Sonntag über den Messenger. Er oder sie erweckte den Eindruck, ihr Sohn meldete sich bei ihr. Der Täter schrieb die übliche Lügengeschichte von einem defekten Telefon und einer neuen Rufnummer. Dann kam er zur Sache und bat um die Überweisung von Geld. Die Mutter überwies.

Erst später bemerkte die Mendenerin der Polizei zufolge, dass es doch nicht ihr Sohn war, der da um Hilfe gebeten hatte. Sie erstattete am Mittwoch Anzeige bei der Polizei.

Auch hier warnst die Polizei: „Der WhatsApp-Trick ist eigentlich leicht zu erkennen: Die Begrüßung ist meist (nicht immer) so allgemein formuliert, dass jede Mutter/jeder Vater sich angesprochen fühlt. Die Behauptung, dass das Handy des Sohns/der Tochter kaputt ist, lässt sich sehr einfach überprüfen: Durch einen Rückruf oder eine Message an die alte Nummer.“

Auch ein Liebesbetrug kann besonders bitter sein: Eine Frau aus dem MK zahlte eine hohe Summe an eine Onlinebekanntschaft - nichts anderes wollte der Betrüger.

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