Update 15.40 Uhr / Sturmtief über NRW

"Mike" knickt Bäume um und beschert Bahn Verspätungen

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Das Sturmtief sorgte in NRW für schwere Sturmböen.

[UPDATE 15.40 UHR] ESSEN - Stumtief "Mike" hat Nordrhein-Westfalen durchgerüttelt. Bäume fielen um, Autofahrer wurden verletzt. Die Bahn kam glimpflich davon. Das Wetter bleibt in stürmischer Aprillaune.

Leichtverletzte Autofahrer, umgestürzte Bäume, berstende Fenster, Störungen im Bahnverkehr - Sturmtief "Mike" ist mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 Stundenkilometern am Montagmorgen durch NRW gerast und hat Schaden angerichtet.

Auch für die kommenden Tage gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) keine Entwarnung: Es seien schwere und stürmische Böen auch in NRW zu erwarten, hieß es. Dazu regne es teils kräftig.

"Ab Mittwoch treten auch verhäuft Gewitter auf", sagte eine Sprecherin des DWD in Essen. Im Flachland könne es Graupel und im Bergland Schnee geben.

Am Bahnhof in Leverkusen-Opladen stürzte ein Baum auf die Oberleitung. Dadurch kam es bis zum frühen Montagmorgen nach Angaben der Deutschen Bahn zu 60 Verspätungen, und 55 Zugumleitungen vor allem im Fernverkehr. "Wir sind noch glimpflich davongekommen", sagte eine Bahnsprecherin.

Dagegen war der Bahnverkehr im Osten und Norden Deutschlands auf wichtigen Hauptstrecken gestört und hatte sich erst am Montagmorgen wieder beruhigt.

In Düsseldorf legte "Mike" eine freistehende Mauer auf 20 Meter Länge um und begrub nach Angaben der Feuerwehr ein Auto. Mit speziellen Kameras schlossen die Helfer aus, dass Menschen von der Mauer verschüttet waren.

Im Stadtteil Bilk mussten Einsatzkräfte Trümmer eines eingestürzten Kamins sichern. Passanten fingen ein umgestürztes Mobilklo ein uns stellten es wieder auf, ehe die Feuerwehr kam. Der Schaden allein in Düsseldorf wurde auf 100.000 Euro geschätzt.

In den Kreisen Steinfurt und Lippe und in Köln wurden vier Menschen bei ihren Autofahrten durch umgeknickte Bäume leicht verletzt.

Am Düsseldorfer Flughafen war die Abfertigung am Sonntagabend während eines Gewitters kurz unterbrochen worden. Dadurch sei es zu leichten Verspätungen gekommen, sagte ein Sprecher.

In anderen Teilen Deutschlands machte der Sturm den Menschen auf den Straßen und den Rettungskräften ebenfalls zu schaffen. Große Schäden blieben aber aus - so auch im Schwarzwald, für den der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung herausgegeben hatte. - dpa

Quelle: wa.de

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