Mehr Menschen arbeiten bis 65

DUISBURG - Die Zahl der Menschen, die erst mit 65 Jahren in Altersrente gehen, ist weiter angestiegen. Nach einem am Mittwoch vorgelegten Bericht des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen erreichten im Jahr 2010 rund vierzig Prozent der Betroffenen die reguläre Altersgrenze.

Zehn Jahre zuvor habe dieser Anteil lediglich bei 25 Prozent gelegen, sagte IAQ-Forscher Martin Brussig.

Hintergrund der Entwicklung sei unter anderem eine zunehmende Zahl von Langzeitarbeitslosen, die nicht mehr vorzeitig in Rente gingen, um mögliche Abschläge zu vermeiden. Gleichzeitig seien auch viele Möglichkeiten zur Frühverrentung für Beschäftigte beendet worden. Ein gegenläufiger Trend sei dagegen bei relativ gut abgesicherten Beschäftigten zu beobachten. Diese Menschen könnten sich die "freiwillige Frührente" mit Einbußen leisten und machten davon auch zunehmend Gebrauch. "Die Entwicklung zeigt eine zunehmende Polarisierung der Alterssicherung", so der Forscher. - lnw

Quelle: wa.de

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