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Maskenpflicht im Supermarkt: Bundesland will Corona-Regel wieder einführen

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Von: Erik Hlacer

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Die Maskenpflicht im Supermarkt und in Innenräumen wird konkreter. Ein erstes Bundesland hat Pläne, die Corona-Regel wieder einzuführen. Zieht NRW jetzt nach?

Hamm - Immer wieder sieht man in Nordrhein-Westfalen Menschen beim Einkauf im Supermarkt mit einer Corona-Maske im Gesicht. Empfohlen ja, aber verbindlich vorgeschrieben ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes dort aktuell nicht. Mit Berlin übernimmt jetzt ein erstes Bundesland die Initiative, die Maskenpflicht in Innenräumen wieder einführen zu wollen.

Maskenpflicht im Supermarkt und in Innenräumen: Berlin plant Rückkehr der Corona-Regel – und NRW?

In der Hauptstadt will Ulrike Gote (Grüne), Gesundheitssenatorin, dem Berliner Senat vorschlagen, wieder eine Maskenpflicht in Innenräumen einzuführen. Das berichtet der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Den Plänen der Grünen-Politikerin zufolge sollen Menschen im Herbst und Winter unter anderem im Supermarkt eine Corona-Schutzmaske tragen. Neben dem Einzelhandel könnte die Regel bei weiteren öffentlichen Gebäuden wie Museen und Hochschulen gelten.

Der Vorschlag aus Berlin sieht jedoch vor, dass Kitas und Schulen von der Regel außen vor bleiben. Ferner soll es sich laut Gote bei der angedachten Maskenpflicht in Innenräumen um das Tragen medizinischer Masken handeln und nicht etwa um jene FFP2-Masken, wie sie aktuell deutschlandweit - also auch in NRW - im Fernverkehr vorgeschrieben sind.

NRW: Maskenpflicht im Supermarkt? Ministerium plant keine Verschärfung

Die Pläne aus Berlin stehen jedoch nicht zwingend stellvertretend für die Vorhaben der anderen Bundesländer. In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel ist derzeit keine Verschärfung der Maskenpflicht für Innenräume vorgesehen, wie der WDR in Bezug auf ein Statement des Gesundheitsministerium berichtet. Demnach bleibt auch im Supermarkt die Corona-Maske nicht mehr als eine Empfehlung.

„Aus Sicht den Ministeriums ist die aktuelle Lage zwar angespannt, aber beherrschbar. Vor dem Hintergrund sieht das Ministerium aktuell noch keine Notwendigkeit für zusätzliche Schutzmaßnahmen“, schrieb das Gesundheitsministerium. Ob NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) lediglich wegen des Vorpreschens in Berlin von seiner Linie abrückt, ist unwahrscheinlich. Ähnlich äußerte sich das Landesgesundheitsministerium vor einigen Tagen mit Blick auf die wachsenden Corona-Sorgen in NRW.

Ziemlich genau vor einem halben Jahr wurde beschlossen, dass in Nordrhein-Westfalens Supermärkten keine Maske mehr getragen werden muss. Ladenbetreiber im Einzelhandel konnten allerdings noch von einem Hausrecht Gebrauch machen und die Corona-Maskenpflicht weiterhin anordnen. Dies wurde jedoch nur in Ausnahmefällen auch wirklich umgesetzt.

Corona in NRW: Inzidenz bleibt auf hohem Niveau

Die 7-Tage-Inzidenz ist in NRW nach wie vor hoch. Wie das Landeszentrum Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen in Berufung auf Zahlen des Robert-Koch Instituts vermeldete, lag der Richtwert am Montag (17. Oktober) bei 627,4. Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen machte zudem zuletzt immer wieder auf die Folgen der Corona-Pandemie aufmerksam, die „nicht trivial“ seien.

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