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Bundesländer kippen ÖPNV-Maskenpflicht: NRW mit klarer Haltung

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Von: Marcel Guboff, Alexander Schäfer

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Mit Bayern und Sachsen-Anhalt schaffen die ersten Bundesländer die ÖPNV-Maskenpflicht ab. Und NRW? Das Land positioniert sich klar.

Hamm - So langsam geht es der Maskenpflicht, einer der wohl noch am meisten verbreiteten Corona-Regeln, an den Kragen. Mit Sachsen-Anhalt (zum 8. Dezember) und Bayern (zum 10. Dezember) schaffen die ersten Bundesländer in Deutschland die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ab. Kippt diese Maßnahme für Bus und Bahn jetzt auch in Nordrhein-Westfalen?

Erste Bundesländer kippen Maskenpflicht in Bussen und Bahnen – NRW positioniert sich

NRW verweist auf die vom Bund vorgegebene Maskenpflicht im Fernverkehr – „so dass wir auch in Nordrhein-Westfalen im ÖPNV an der Maskenpflicht festhalten“, erklärte das zuständige Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) auf Nachfrage von wa.de.

Zur Erklärung heißt es: „Denn den Bürgerinnen und Bürgern wäre nur schwer zu vermitteln, warum sie in den Zügen des Fernverkehrs eine Maske tragen müssen, während das im ÖPNV nicht der Fall ist.“ Die NRW-Landesregierung beobachte der Aussage zufolge derzeit, „dass die Infektionszahlen nicht mehr weiter sinken. Vor dem Hintergrund halten wir Änderungen der aktuellen Regelungen derzeit für nicht angemessen.“

In Sachsen-Anhalt setzen die derweil mit der Abschaffung der Maskenpflicht in Bus und Bahn auf mehr Eigenverantwortung. Die bisherige Corona-Eindämmungsverordnung soll am 7. Dezember auslaufen.

Karl Lauterbach kritisiert Ende der Maskenpflicht im ÖPNV in den ersten Bundesländern

Bayern entschied, die Maskenpflicht im ÖPNV des Landes zum 10. Dezember abzuschaffen. Es soll im Freistaat nur noch eine Empfehlung zum Tragen der Masken geben. Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder hatten am Vorabend keine einheitliche Linie für den Umgang mit der Maskenpflicht im ÖPNV gefunden. Für Fernzüge ist die Maskenpflicht bis 7. April 2023 bundesweit gesetzlich festgeschrieben.

Bei Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) stößt das Ende der Maskenpflicht im ÖPNV in den ersten Bundesländern derweil auf Kritik. „Ich bin einfach davon nicht überzeugt“, sagte er mit Blick auf die Corona-Lage. In der Gesundheitsministerkonferenz mit den Länder hätten er und der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, am Montag nochmals deutlich gemacht, dass es keine Gründe gebe, jetzt zu sagen, man könne auf Masken und auf die Isolation von Corona-Infizierten verzichten. Lauterbach verwies auf eine zu erwartende ansteckendere Virusvariante, dazu nun auch andere RS-Viren und eine Grippewelle. (mit dpa)

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