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Maskenpflicht in NRW: Wie Supermärkte und Discounter über Corona-Regel entscheiden

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Von: Daniel Großert

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Im Supermarkt und Discounter in NRW gilt aktuell keine Maskenpflicht mehr. Per Hausrecht können Händler die Corona-Regel aber anordnen. Machen sie das? 

Hamm - Jetzt aber wirklich: Die meisten Corona-Regeln sind weggefallen. Einem unter anderem von Nordrhein-Westfalen gestellten Antrag, die Maßnahmen doch noch einmal zu verlängern, hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eine Absage erteilt. Entsprechend ist auch die Maskenpflicht in Supermärkten und Discountern offiziell Geschichte. Doch die Unternehmen haben theoretisch eine Möglichkeit, sie weiterzuführen.

BundeslandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

Maskenpflicht: Supermärkte und Discounter in NRW entscheiden über Corona-Regel

Nur noch am Samstag, 2. April, mussten Kunden beim Einkaufen eine Maske tragen. Mit der neuen Verordnung, die am Sonntag, 3. April, in Kraft getreten ist - fällt die Maskenpflicht im Supermarkt und beim Discounter weg - und gilt dann nur noch in wenigen Bereichen.

Die Regeln der neuen Corona-Schutzverordnung für Nordrhein-Westfalen bedeuten aber nicht automatisch, dass bei Kaufland, Aldi, Rewe, Lidl oder Edeka ab Montag, 4. April, auf keinen Fall mehr Maske getragen werden muss. Denn die Händler können sich auf ihr Hausrecht berufen und in ihren Märkten weiter eine Maskenpflicht anordnen. Für dieses Vorgehen sprach sich zuletzt auch Gesundheitsminister Lauterbach aus.

Maskenpflicht nach dem 2. April in NRW: Supermärkte legen sich fest

Und wie wollen es die Supermärkte und Discounter handhaben? Bei Aldi Süd wird es in den Märkten in Nordrhein-Westfalen keine allgemein gültige Maskenpflicht mehr geben. Das Unternehmen hatte angekündigt, „überall dort, wo die Verordnungen eine Maskenpflicht als Schutzmaßnahme vorsehen“, die gesetzliche Vorgabe umzusetzen. In NRW gibt es eine solche aber nicht mehr. Aldi behalte sich jedoch vor, eine Empfehlung zum freiwilligen Tragen der Maske an Kunden und Mitarbeiter auszusprechen, erklärte eine Sprecherin. Genau so will auch Aldi Nord vorgehen. „Unsere Kundinnen und Kunden informieren wir wie schon in den vergangenen zwei Jahren direkt an der Filiale mit entsprechenden Postern“, hieß es aus der Konzernzentrale.

Bei Edeka Rhein-Ruhr liegt die Entscheidung letztlich bei den Betreibern der jeweiligen Märkte. „Dabei versuchen sie mit Blick auf die Situation vor Ort, individuelle und pragmatische Lösungen zu finden“, teilte eine Sprecherin mit. „Das Tragen einer medizinischen Maske beim Besuch unserer Märkte zum Selbstschutz unserer Kundinnen und Kunden und zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter empfehlen wir dabei weiterhin.“ 

Eine Frau trägt bei ihrem Einkauf in einem Supermarkt eine FFP2-Maske.
Die Maskenpflicht im Supermarkt in NRW ist Geschichte. Händler könnten Sie aber durch die Hausordnung fortführen. © Sven Hoppe/dpa

Maskenpflicht in NRW: Aldi und Kaufland folgen Landesverordnung

Auch bei Lidl und Kaufland in NRW wird es nach dem 2. April keine Maskenpflicht mehr geben. „Sollten die jeweiligen Landesverordnungen die Aufhebung der Maskenpflicht für Kunden vorsehen, werden wir diesen folgen“, schilderte ein Sprecher der Schwarz-Unternehmensgruppe, zu der beide Einzelhandels-Ketten gehören. Und genau diese Aufhebung sieht die neue Corona-Schutzverordnung für Nordrhein-Westfalen vor. „Zur Gesundheitsprävention realisieren wir in den Filialen, Logistiklagern und Verwaltungsstandorten weiterhin ein umfängliches Hygiene- und Schutzmaßnahmenkonzept auf Basis der gültigen Verordnungen und Allgemeinverfügungen“, kündigte der Sprecher an.

Rewe teilte auf Nachfrage mit: „Die Rewe-Märkte setzen die von den Behörden gemachten Anordnungen entsprechend einheitlich um - also auch in NRW.“ Entsprechend ist davon auszugehen, dass auch dort nach dem 2. April die Maskenpflicht wegfallen wird, weil es keine behördliche Anordnung mehr dazu geben wird. Ein Sprecher erklärte aber, dass „Schutzvorrichtungen (Plexiglasscheiben) und Abstandsmarkierungen in den Kassenbereichen“ auch „über den 2. April hinaus“ erhalten blieben.

Damit folgen die großen Supermarkt- und Discounter-Ketten anderen Einzelhandelsunternehmen: Laut t-online hatten unter anderem C&A, Douglas, Woolworth, Deichmann, Ikea, Saturn und MediaMarkt zuvor bereits angekündigt, nach dem 2. April auf eine Maskenpflicht zu verzichten. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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