Von Duisburg bis nach Hamm

Radschnellweg Ruhr kostet 184 Millionen Euro

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Radfahrer in Essen auf einem Radweg über das Gelände der Zeche Zollverein.

ESSEN - Der Radschnellweg Ruhr hat die erste Hürde genommen. Eine Machbarkeitsstudie hält die Realisierung einer 101 Kilometer langen Strecke bis zum Jahr 2020 für möglich. Sie soll zwischen Hamm und Duisburg zehn Städte und vier Universitäten verbinden, teilten das Bundesverkehrsministerium und der Regionalverband Ruhr am Freitag in Essen mit.

Die Strecke soll vor allem über alte Bahntrassen und direkt durch Innenstädte führen. Eines der Ziele ist es, Berufspendler zum Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu bewegen. Laut Studie müssen 183,7 Millionen Euro investiert werden. Das Geld soll vor allem aus Fördertöpfen kommen.

Gut zu wissen

Hier geht es zur 338 Seiten starken Machbarkeitsstudie

Der Radschnellweg Ruhr soll die Städte Duisburg, Mülheim, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Unna, Kamen, Bergkamen und Hamm miteinander verbinden.

Die Machbarkeitsstudie kann nun in Zusammenarbeit mit den zehn beteiligten Städten und dem Kreis Unna als planerische Grundlage für den Radschnellweg Ruhr genutzt werden. Der Radschnellweg wäre der erste regional bedeutsame Radschnellweg in Deutschland.

Die zentralen Ergebnisse des Projekts „Machbarkeitsstudie Radschnellweg Ruhr“ sind von Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regional-verbandes Ruhr (RVR), und Martin Tönnes, Bereichsleiter Planung des RVR, in Essen vorgestellt worden.

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrs-plans in Höhe von 370.000 Euro.

Stellungnahmen zum Projekt

Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Erfreulicherweise wächst der Radverkehr in Deutschland. Wir möchten den Anteil und die Bedeutung dieses gesunden und umweltfreundlichen Fortbewegungsmittels weiter erhöhen. Dafür tun wir als Bund eine ganze Menge. Unter anderem fördern wir innovative Modellprojekte.

Die heute vorgestellte Machbarkeitsstudie Radschnellweg Ruhr leistet einen wertvollen Beitrag zur Radverkehrsförderung und wird auch in anderen Regionen große Aufmerksamkeit finden.

Radschnellwege bieten die Chance, dass der Radverkehr gerade für Pendler noch attraktiver wird. Sie machen das Radfahren auf längeren Distanzen schnell und komfortabel. Damit können Staus reduziert, der Öffentliche Personennahverkehr entlastet und – nicht zu vergessen – die Gesundheit gefördert werden.“

Karola Geiß-Netthöfel, RVR-Regionaldirektorin: „Der Radschnellweg Ruhr ist ein Projekt, das die Metropole Ruhr in die Zukunft der Nahmobilität trägt. Er ist ein innovativer Baustein für die täglichen Herausforderungen an die Verkehrsinfrastruktur in Ballungsräumen und besitzt daher Pilotcharakter mit bundesweiter Strahlkraft. Die nun vorliegende Studie zeigt konkrete Lösungen auf, wie aus der visionären Projektidee Realität werden kann.“

Martin Tönnes, RVR-Bereichsleiter Planung: „Die gesamte Region zählt zu den Gewinnern dieser faszinierenden Idee. Mit dem Radschnellweg werden täglich bis zu 50.000 Autos weniger die Straßen in der Region belasten. Das bedeutet: Weniger Lärm, weniger Schadstoffe in der Luft und mehr Gesundheit.

Mit dem Zukunftspotential durch die stetig steigende Nachfrage nach Elektrorädern lassen sich auf dem RS1 künftig längere Strecken leichter, sicherer und mit elektromobiler Unterstützung vor allem schneller zurücklegen.“ - dpa/eB

Quelle: wa.de

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