Lkw-Großkontrolle auf der A 45  - Mängel in über 50 Prozent der Fälle

DORTMUND - Am Donnerstag nahm die Autobahnpolizei Freudenberg, gemeinsam mit dem Zoll, im Rahmen einer Großkontrolle auf dem Rastplatz "Eisernhardt" an der BAB 45 den Schwerlastverkehr näher unter die Lupe. Speziell die Verkehrssicherheit von LKW sowie die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten standen für die Einsatzkräfte im Fokus.

Trauriges Ergebnis zum Ende des Kontrolltages: Mehr als die Hälfte der gezielt kontrollierten Lkw mit nationaler und auch internationaler Zulassung wiesen Mängel auf, die eine gefahrlose Weiterfahrt unmöglich machten.

Insgesamt acht Lkw-Fahrern untersagten die Beamten die Weiterfahrt, unter anderem weil die Genehmigung eines Schwertransportes fehlte und wegen Fahrens ohne Fahrerkarte.

Wegen Verstößen gegen die Sozialvorschriften ergaben sich 17 Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Bei fünf LKW war die Ladung gar nicht, oder nur unzureichend gesichert. Hier musste die Ladung nachgesichert bzw. umgeladen werden, bevor die Fahrt fortgesetzt werden konnte.

Ein nicht gekennzeichneter Gefahrguttransporter löste einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Die rückte mit einem Gefahrgutzug und Katastrophenschutz aus. Was war geschehen? Während der Kontrolle eines Lkw-Zuges stellte sich heraus, dass er 58 ungereinigte Gefahrgutbehälter geladen hatte. Diese waren teilweise mit flüssigem Gefahrgut verunreinigt. Infolgedessen bestand die Gefahr der Gesundheitsschädigung und Explosionsgefahr. Die Behälter mussten erst durch eine Spezialfirma gereinigt werden, bevor der betreffende LKW-Zug seine Fahrt fortsetzen durfte. Dessen Fahrer, der Verlader der Behälter und der Halter des Lkw müssen nun einem hohen Bußgeldbetrag rechnen.

Insgesamt bilanzierten die Polizeikräfte 29 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und zehn Verwarnungsgelder nach der Großkontrolle.

Der Zoll richtete sein Augenmerk auf Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung. Mehrere Anzeigen wegen des Verdachts auf Leistungsbetrug und Scheinselbständigkeit sowie wegen des Verdachts des Mindestlohnverstoßes sind hier das Ergebnis.

Quelle: wa.de

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