"Grüne Hauptstadt Europas": Essen geht leer aus

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Das Foto zeigt den neuentstandenen grünen Krupp-Gürtel in Essen. Die Stadt hatte sich um die Grüne Hauptstadt Europas ab 2016 beworben, ging aber leer aus.

ESSEN - Die Ruhrgebietsstadt Essen ist im Rennen um den Titel "Grüne Hauptstadt Europas 2016" leer ausgegangen. Die Auszeichnung sicherte sich am Dienstag stattdessen Ljubljana, wie eine Jury der EU-Kommission in Kopenhagen entschied.

Die slowenische Hauptstadt bekomme den Titel dafür, dass sie das "Umweltbewusstsein bei ihren Bürgern" steigere, für ihre Nachhaltigkeitsstrategie "Vision 2025", die "Umsetzung einer Reihe von städtischen grünen Maßnahmen im vergangenen Jahrzehnt und ihr beeindruckendes Verkehrsnetz", hieß es bei der Preisverleihung. "Von einer Stadt, die schnell von Autos dominiert wurde, hat sich der Fokus auf umweltfreundlichere Alternativen verlagert."

Zwölf Städte hatten sich um den Titel "Grüne Hauptstadt" beworben. In der engeren Auswahl waren neben Essen und Ljubljana das niederländische Nimwegen, Norwegens Hauptstadt Oslo und das schwedische Umeå.

Die Stadt Essen wertete bereits die Teilnahme an der Finalrunde als Erfolg, "weil die grünen Themen in Öffentlichkeit und Politik wahrgenommen wurden", sagte Pressereferent Stefan Schulze.

Es werde überlegt, im kommenden Jahr erneut anzutreten. Die Projekte zur umweltfreundlichen Stadtentwicklung sollen weiter umgesetzt werden.

Essen hatte versucht, mit dem Imagewandel von der einstigen Kohle- und Stahlhochburg zur grünen Region zu überzeugen.

Die Auszeichnung wird jährlich verliehen und soll Städte ermutigen, die Lebensqualität zu verbessern, indem Umweltfragen in die Stadtplanung einbezogen werden. Grüne Hauptstadt Europas 2015 ist das englische Bristol. - dpa

Quelle: wa.de

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