Leerstehende Hertie-Gebäude sollen bis Ende 2014 neue Nutzer haben

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BINGEN - Die noch leerstehenden Gebäude der einstigen Warenhauskette Hertie in deutschen Städten sollen bis Ende nächsten Jahres neue Nutzer gefunden haben. Bislang seien zehn von 32 Häusern verkauft worden, berichtete eine Initiative von Bürgermeistern aus Kommunen mit früheren Hertie-Standorten.

 In einem weiteren Fall fehle nur noch die Unterschrift des Insolvenzverwalters, sagte Sebastian Mogos-Lindemann vom zentralen Vermarkter CR Investment Management am Dienstag in Bingen. Bis Ende des Jahres sollen weitere vier Verkäufe abgeschlossen sein.

Bis Ende 2014 sollen nach Angaben der Initiative auch die restlichen Häuser veräußert werden. Verkauft sind in Nordrhein-Westfalen bisher die Häuser in Bocholt, Gelsenkirchen, Kamen und Meschede. Noch nicht verkauft sind in NRW die Häuser in Eschweiler, Gladbeck, Gronau, Herne, Hilden, Höxter, Hückelhoven, Köln-Porz, Lünen, Nettetal, Remscheid und Velbert.

Der Name der Warenhauskette Hertie war in ihrer mehr als 100-jährigen Geschichte bereits zweimal vom Markt genommen worden. Zum ersten Mal verschwand er nach der Übernahme durch Karstadt Mitte der 90er Jahre. 2005 verkaufte Karstadt 74 kleinere Warenhäuser an britische Finanzinvestoren, die später den Namen Hertie wiederbelebten. Mit 34 Filialen lag der Schwerpunkt in NRW. Die Hertie GmbH mit Sitz in Gladbeck geriet 2008 in die Insolvenz. 2009 wurde die letzte Filiale geschlossen.

"Es ist nicht so, dass wir bislang nur die besten Häuser verkauft haben", betonte Mogos-Lindemann. Es seien auch für sehr schwierige Fälle Lösungen gefunden worden - etwa im niedersächsischen Peine, wo die Stadt selbst das alte Hertie-Haus gekauft habe. Ein klassisches Warenhaus sei aber in keinem der bereits veräußerten Häuser mehr entstanden.

Häufig gebe es dort nur noch Einzelhandel auf ein, zwei Etagen, der Rest werde anderweitig genutzt. Auf die Frage, was der Verkauf der Standorte eingebracht habe, antwortete Mogos-Lindemann: "Zu wenig." Kein Objekt habe über zehn Millionen Euro gelegen. - dpa

Quelle: wa.de

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