Großeinsatz Unterm Leisenberg 

Lauter Knall in Balve - und eine kuriose und überraschende Wende

+
Der Einsatzbereich ist abgesperrt worden.

[Update 21.12 Uhr] Balve - Lauter Knall Unterm Leisenberg in Balve: Jetzt ist klar, woher das Geräusch kam. Der Einsatz von Polizei, Landeskriminalamt und Feuerwehr ist beendet. Und: Der erst vom Spezial-Roboter des LKA geweckte Bewohner des Hauses hat klar gestellt - der Einsatz war viel Lärm um nichts. 

Es gab anders als zunächst vermutet gar keinen Sprengsatz. Der Knall rührte offenbar von einer frei verkäuflichen Anlage, die Fremde davon abhalten soll, das Grundstück zu betreten. Rätselhaft zunächst und dann kurios waren trotzdem die Umstände des Einsatzes. 

Der Reihe nach: Bereits gegen 16 Uhr hatten Anwohner Polizei und Rettungskräfte alarmiert - aus Sorge um ihren Nachbarn, den sie offenbar seit Tagen nicht gesehen hatten. Diese erste Alarmierung lief offenbar unter dem Stichwort "Person hinter Tür".

Polizei und Rettungskräfte rückten an, klingelten erfolglos an dem Haus und blickte durch ein Fenster - in der Annahme, der Bewohner des Hauses könnte in Not sein. 

Als die Einsatzkräfte dann um das Haus herum das Grundstück begingen, hat es Polizeisprecher Marcel Dilling zufolge plötzlich einen lauten Knall gegeben - allerdings ohne Rauch oder Geruchsbelästigung. Dennoch zogen sich die Einsatzkräfte zurück - und riefen Verstärkung.

Das LKA rückte mit einem Transporter an.


Aus Düsseldorf hinzugezogene Spezialisten vom Landeskriminalamt (LKA) begutachteten  in Schutzanzügen das Grundstück, das in einer Wohnsiedlung liegt. Ein spezieller Roboter des LKA erkundete das Haus. Und dann wurde es kurios: Der 67-jährige Bewohner des Hauses hatte tief und fest geschlafen und vom ganzen Trubel nichts mitbekommen - bis ihm der Roboter sozusagen vor die Füße fuhr. 

Dieser Roboter des LKA weckte den Bewohner des Hauses. 

Daraufhin begab sich der Mann - der nach Angaben der Polizei wohlauf ist - nach draußen und bemerkte das Geschehen. Nach und nach klärte er dann auf: Es gab keine Explosion und es seien auch keine Sprengstoff-Ladungen in der Nähe.

Wie die Polizei später mitteilte, handelte es sich um eine frei verkäufliche Vorrichtung, die mittels Seilzug einen lauten Knall herbeiführen kann. "Den Angaben des Mannes zufolge diente sie dazu, ungebetene Gäste vom seinem Grund fern zu halten. Die Vorrichtung wurde begutachtet und stellte zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr dar", so die Polizei.

Der Sachverhalt habe keine strafrechtliche Relevanz. Folgen wie etwa Einsatzkosten habe der Mann nicht zu befürchten. Der Einsatz, für den jetzt die Allgemeinheit aufkommen müssen wird, konnte nach fünf Stunden beendet werden.

Die Löschgruppe Balve wartet auf einen möglichen Einsatzbefehl.

Fall in Hemer sorgte für massives Aufsehen

Ein Fall aus Hemer-Westig hatte zuletzt für großes Aufsehen gesorgt. Dort hatte es in einem Gartenhaus eine Explosion gegeben. Wie sich herausstellte, war dort selbst hergestellter Sprengstoff gelagert worden. 

Von Günter Cordes, Kristina Köller und Markus Klümper 

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare