Zehn Anklagen nach Loveparade-Katastrophe

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Duisburg - Dreieinhalb Jahre nach der Loveparade-Katastrophe in Duisburg mit 21 Toten stehen die Ermittlungen offenbar kurz vor dem Abschluss. Laut "Spiegel" zeichnet sich ab, dass die Staatsanwaltschaft zehn Beschuldigte anklagt. Es handele sich um Mitarbeiter der Stadt Duisburg und Verantwortliche der Firma Lopavent, die die Techno-Veranstaltung organisiert hatte.

Der damalige Polizei-Einsatzleiter werde dagegen nicht angeklagt. Die Staatsanwaltschaft war am Sonntag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

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Ende November hatte das Magazin "Focus" bereits unter Berufung auf Justizkreise berichtet, dass die Anklage gegen zehn Beschuldigte im Entwurf fertig sei. Die Staatsanwaltschaft hatte dies damals nicht kommentiert.

Am 24. Juli 2010 waren während einer Massenpanik im Zugangsbereich zum Veranstaltungsgelände 21 junge Menschen erdrückt oder zu Tode getreten worden. Hunderte Besucher wurden verletzt.

Im Zuge der Ermittlungen wurden mehr als 3500 Zeugen vernommen, mehr als 900 Stunden Videomaterial gesichtet, hunderte Terabyte Daten ausgewertet. Laut Staatsanwaltschaft haben allein die Hauptakten zum Loveparade-Verfahren 35 000 Blatt. - dpa

Rückblick: Die Loveparade-Tragödie in Duisburg

Bilder: Massenpanik auf der Loveparade

Quelle: wa.de

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