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Konzerte-Absagen wegen des Coronavirus: Lanxess-Arena in Köln:

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In der Lanxess-Arena Köln drohen wegen des Coronavirus in NRW zahlreiche Ausfälle.
In der Lanxess-Arena Köln drohen wegen des Coronavirus in NRW zahlreiche Ausfälle. © Oliver Berg/Jens Kalaene/Uli Deck/dpa; Collage: RUHR24

Das Coronavirus hat Auswirkungen auf die Lanxess-Arena in Köln. Zahlreiche Konzerte müssen abgesagt oder verschoben werden. Hier die Infos.

Update, Dienstag (16.40 Uhr): Köln - Bei der Lanxess-Arena in Köln soll nun der denkbar schlimmste Fall eingetreten sein. Bis auf weiteres sollen alle Konzerte und Veranstaltungen dort gestrichen sein, wie ein Sprecher gegenüber RUHR24 bestätigt. "Für uns ist der wirtschaftliche Schaden natürlich immens", erklärt Geschäftsführer Stefan Löcher. Immerhin gibt es einen kleinen Trost: Die Verantwortlichen der Halle im Rheinland seien zuversichtlich, einen Großteil der Termine nachholen zu können.

Die Frage, die sich nun viele Menschen stellen: Was passiert mit den Tickets, wenn ein Konzert aufgrund des Coronavirus abgesagt wird? Oft wird ein Ersatztermin für Konzerte gefunden, manche Künstler geben während der Corona-Krise auch Online-Konzerte.

Ursprungsmeldung, Dienstag (10. März), 14.43 Uhr: Durch das Coronavirus, das sich auch in Nordrhein-Westfalen (NRW) ausbreitet, sind mittlerweile auch Großveranstaltungen betroffen. Deutschlandweit wurden bereits mehrere Konzerte und Fußballspiele abgesagt. Für Veranstaltungsorte wie die Lanxess-Arena in Köln, wo auch RTL mit Live-Shows wie Let's Dance aufgrund des Coronavirus massive Probleme hat, und den bekannten Ticketverkäufer "Eventim" könnte das üble Folgen haben, wie RUHR24* berichtet.

Konzert-Absagen wegen Coronavirus (NRW)? Folgen wären für Lanxess-Arena Köln dramatisch

Nachdem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39) eine Empfehlung ausgesprochen hat, Großveranstaltungen ab 1.000 Besuchern abzusagen, will NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59) dies nun für ganz Nordrhein-Westfalen geltend machen. Wie drastisch die Auswirkungen dadurch sein könnten, hat der Geschäftsführer der Lanxess-Arena Köln, Stefan Löcher, erklärt.

"Sollten wir gezwungen sein, Veranstaltungen abzusagen, wären die Folgen für uns dramatisch", zitiert der Kölner Stadtanzeiger den Chef der Halle. Bei der Absage der Konzerte in der Lanxess-Arena Köln sei es nahezu unmöglich, Ersatztermine mit den Künstlern für die entfallenen Shows zu finden.

Absage von Show in Schweiz: AnnenMayKantereit tritt nun in Lanxess-Arena auf

Auch für die Bands wäre eine solche Regelung ein Dämpfer. Wie sich das anfühlt, hat die Band AnnenMayKantereit bereits erfahren. 

Eigentlich sollten sie kürzlich live in der Schweiz auftreten. Doch dort gibt es die Regelung für Großveranstaltungen ab 1.000 Besucher bereits, weshalb das Konzert ins Wasser fiel. Auch die Show in Bremen am Donnerstag (12. März) wird wohl aufgrund des Coronavirus, das auch Rammstein-Sänger Til Lindemann erwischt hat, gestrichen. Denn dort wurden bereits alle Events mit mehr als 1.000 Besuchern bis einschließlich 26. März gestrichen. Am Freitag (13. März) spielen die vier Musiker in der Lanxess-Arena Köln, wo auch Santiano vor der Absage der Tour 2020 ein Konzert in NRW spielen sollte.

Doch nicht nur nationale Künstler wie AnnenMayKantereit, die Shanty-Band Santiano, Felix Lobrecht und der Rapper Capital Bra sollen in der Halle auftreten. Auch internationale Veranstaltungen sind dort geplant. 

So spielt am Dienstag (17. März) eigentlich Musiker James Blunt live in der Lanxess-Arena Köln. Am Freitag (1. Mai) ist das schon lange ausverkaufte Konzert von Böhse Onkelz geplant. Beide Musik-Acts sollten außerdem im Ruhrgebiet auftreten, doch auch für die Live-Konzerte in der König Pilsener Arena Oberhausen gibt es nun aufgrund des Coronavirus in NRW Absagen.

AnnenMayKantereit spielen live in der Lanxess Arena Köln.
AnnenMayKantereit spielen live in der Lanxess Arena Köln. © Jens Kalaene/ dpa-Zentralbild/ dpa

Konzert-Absage durch Coronavirus in NRW: Wer zahlt die Tickets der Besucher?

Tausende Zuschauer werden außerdem bei "Das große Schlagerfest XXL" erwartet, das von Florian Silbereisen (38) präsentiert wird. Auch der 38-Jährige musste bereits in den sauren Apfel beißen und auf die Show "Schlagerlovestory" verzichten.

Auch im Ruhrgebiet müssen die Schlager-Fans tapfer sein. Denn durch Konzert-Absagen in der Westfalenhalle aufgrund des Coronavirus fallen zahlreiche Shows aus.

Außerdem tut sich durch die Absagen ein weiteres großes Problem auf. Denn es bleibt bislang die Frage, wer für die finanziellen Ausfälle aufkommt, wenn Fans für entfallene Konzerte wegen des Coronavirus das Geld für ihre Tickets erstattet haben wollen, die sie bei Händlern wie CTS Eventim gekauft haben.

Ticket-Händler Eventim sicher: Festival sollen trotz Coronavirus stattfinden

CTS Eventim sieht die Gefahr von Konzert-Absagen wegen des Coronavirus bislang noch entspannt. Immerhin starten die vom Unternehmen organisierten und wichtigen Großveranstaltungen wie das Hurricane Festival und das Festival "Rock im Park" erst in der zweiten Jahreshälfte.

"Auf der Grundlage der aktuellen Situation gibt es keinen Grund zur Annahme, dass die großen Festivals im Sommer unter freiem Himmel nicht stattfinden können", erklärte ein Sprecher von CTS Eventim gegenüber der WirtschaftsWoche.

Besorgter zeigt sich der Chef der Lanxess-Arena in Köln, wo bereits Rocklegende Peter Maffay ein Konzert absagen musste. "Das wird uns ein Vermögen kosten. Da es sich um höhere Gewalt dreht, werden wir keinen Ausgleich durch Versicherungen erhalten", schildert Stefan Löcher die kritische Situation für die Halle.

"Ziemlich willkürlich": Kritik an möglichen Konzert-Absagen aus Düsseldorf

Unterstützung erhält Löcher von Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (56, SPD). Der Politiker sieht die Pläne, Großveranstaltungen aufgrund des Coronavirus grundsätzlich abzusagen, kritisch und nennt diese Vorhaben in der Rheinischen Post "ziemlich willkürlich" und fügt hinzu: "Dann müsste man auch den Betrieb von Großmärkten schließen, in denen sich 1.000 Kunden aufhalten".

Als Alternative zu den Absagen der Konzerte sorgt die Stadt Düsseldorf bereits beim Thema Hygiene vor und setzt auf Selbstschutzmaßnahmen. "Wir haben beispielsweise die Reinigungsintervalle von öffentlichen Toiletten erhöht und in öffentlichen Gebäuden Desinfektionsspender aufgestellt", erklärt Oberbürgermeister Thomas Geisel. 

malm

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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