Langer Winter, kalter Frühling: Wenig Bienen in NRW

NRW - Der Frühling kommt, doch wo sind die Bienen? Dass in Nordrhein-Westfalen trotz Sonne und Blütenpracht so wenige Bienen zu sehen sind, liege nicht am Bienensterben durch Pestizide, sagte am Dienstag Werner Mühlen von der Landwirtschaftskammer NRW in Münster: "Das Wetter ist einfach noch zu kalt und die Völker, die aus dem Winter kommen, sind klein."

Außerdem hänge die Zahl der Honigbienen mit der Zahl der Imker zusammen: "Wo kein Imker ist, da sind auch keine Bienen." Die Völker hätten sich durch den langen Winter nur verzögert entwickelt, sagte Christoph Otten vom Fachzentrum Bienen und Imkerei Rheinland-Pfalz. Die Werte lägen aber "in der ganz natürlichen Schwankungsbreite".

Die uns vor allem bekannten Honigbienen seien in der Natur bereits ausgestorben und lebten lediglich in menschlicher Obhut, sagte Mühlen. Auch habe die schädliche Varroa-Milbe die Bienenvölker in den vergangenen Jahren dezimiert. Im vergangenen Winter seien ihr rund 15 Prozent der Honigbienenvölker in NRW zum Opfer gefallen, so der Bienenexperte. Mit wärmerem Wetter würden die Bienen aber bald wieder auf Blütensuche gehen. - lnw

Quelle: wa.de

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