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Corona-Politik: Das wollen die NRW-Spitzenkandidaten Wüst (CDU) und Kutschaty (SPD)

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Von: Alexander Schäfer

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Thomas Kutschaty (SPD) und Hendrik Wüst (CDU) sind die aussichtsreichsten Kandidaten für die Landtagswahl in NRW. Die Meinungen der beiden zur Corona-Politik.

Düsseldorf - Die Wähler in Nordrhein-Westfalen entscheiden am 15. Mai über die Zusammensetzung des neuen Landtags – und damit auch über den nächsten NRW-Ministerpräsidenten - es ist Landtagswahl 2022. Wir stellen Ihnen die beiden noch relativ unbekannten Kandidaten, Amtsinhaber Hendrik Wüst (CDU) und seinen Herausforderer Thomas Kutschaty (SPD), vor. Das sind die Ansichten der beiden zur Corona-Politik.

VolkswahlLandtagswahl 2022
Termin15. Mai 2022
WahlberechtigtRund 13 Millionen Menschen

Corona-Politik in NRW: Ministerpräsident Wüst sitzt zehn Tage in Israel fest

Hendrik Wüst hat das, was er stets betont, selbst erlebt: Die Pandemie ist nicht vorbei. Zehn Tage saß der geboosterte Ministerpräsident in Israel fest – zwar nicht krank, aber infiziert und deshalb isoliert. Immerhin: Wüst war arbeitsfähig und machte Homeoffice aus dem Hotel.

Wüsts Mantra im Umgang mit der Corona-Pandemie lautet Achtsamkeit. Umfangreiche Lockerungen sah er lange skeptisch – und handelte sich damit Ärger mit dem liberalen Koalitionspartner FDP ein. Mit Wüsts Vorgänger Armin Laschet hatten es die Liberalen wesentlich einfacher, wenn es um die Rücknahme von Grundrechtseingriffen ging. Das Infektionsschutzgesetz der Ampel-Regierung hält Wüst für nicht ausreichend, verhindert hat er es als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz jedoch nicht.

Hendrik Wüst, Thomas Kutschaty, NRW-Flagge
Thomas Kutschaty (SPD, l.) will NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bei der kommenden Landtagswahl ablösen (Montage). © dpa/Rolf Vennenbernd (2) & Caroline Seidel-Dißmannel/dpa

Für die Impfpflicht warb Wüst auch dann noch, als deren Scheitern bereits absehbar war. Ungewohnt emotional bei dem Thema wurde Wüst bei „Anne Will“. Er verstand die Impfpflicht auch als Zeichen. Die Freiheit der gesamten Gesellschaft sah Jurist Wüst über der individuellen Freiheit.

Corona-Politik in NRW: Thomas Kutschaty gehörte wie Markus Söder zum „Team Vorsicht“

Thomas Kutschaty stand in der Corona-Politik Seite an Seite mit – ja, tatsächlich – CSU-Chef Markus Söder. Beide gehörten zum Team Vorsicht. Im Frühjahr 2021 sagte Kutschaty zu nächtlichen Ausgangssperren: „Es ist nicht unser oberstes Ziel, in private Wohnungen zu gucken, aber auf dem Weg dahin kann ich Menschen erwischen.“ Für diesen Satz musste der ehemalige Justizminister reichlich Kritik einstecken. Kritik bekam Kutschaty auch für seine Forderung, Deutschland solle den russischen Impfstoff Sputnik beschaffen – damals war Impfstoff noch Mangelware.

Auch Söder hatte dies damals gefordert. Doch heute spielen Kutschaty und Söder nicht mehr in einem Team. Während der Bayer seinen Standpunkt in der Corona-Politik mehrfach wechselte und derzeit als Lockerer unterwegs ist, gehört Kutschaty weiter zu den Mahnern, für die die Pandemie nicht vorbei ist. Die Test- und Maskenpflicht in den Schulen hätte eine Regierung mit Kutschaty an der Spitze nicht abgeschafft. Wie Hendrik Wüst war auch der Sozialdemokrat für eine Impfpflicht.

Auch zum Thema Ukraine-Krieg und die Auswirkungen haben sowohl Hendrik Wüst als auch Thomas Kutschaty klare Ansichten.

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Für die Landtagswahl NRW 2022 gibt es schon im Vorfeld wichtige Dinge zu beachten. Wer nicht ins Wahllokal geht, kann im Vorfeld die Briefwahl beantragen. Dafür gibt es Fristen.

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