Erster Probealarm - Alarmierung auch über App "Nina"

Landesweiter Warntag in NRW: Nicht alle Sirenen ertönten

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Die Sirenen heulen am Donnerstag in ganz NRW für ungefähr drei Minuten.

Westfalen - Laut war es am Morgen in NRW: Für etwa drei Minuten heulten am heutigen Donnerstag ab 10 Uhr im Land die Sirenen - zur Probe. Doch nichts überall klappte das. Wir fassen zusammen, was Sie über den Warntag wissen müssen. 

Es ist der erste landesweite Probealarm in NRW. Das Innenministerium hat ihn eingeführt, um die Bevölkerung für Warnungen zu sensibilisieren und um Tipps für den Ernstfall zu geben.

Um 10 Uhr ging es zunächst los mit einem eine Minute anhaltenden Dauerton. Der steht für die Entwarnung. Danach folgte das Signal für eine Warnung: Eine Minute lang war ein auf- und abschwellender Heulton zu hören. Zum Abschluss folgte noch einmal der Dauerton zur Entwarnung.

Im Kreis Soest wurde der Warntag zur Panne, die wichtige Erkenntnisse für den Ernstfall liefern soll.

Neben den beiden Signalen gibt es noch eines zur Alarmierung der Feuerwehr, das vor allem im ländlichen Raum genutzt wird. In diesen Fällen ist ein zweimal unterbrochener Dauerton zu hören. 

Für viele sind die Alarmsignale noch ungewohnt. Etliche Kommunen haben erst seit Kurzem wieder Sirenen. Für alle, die sich die Signale schon einmal vorab anhören möchte, hat das Innenministerium Audioaufnahmen zur Verfügung gestellt.

Probealarm auch per Lautsprecher und App

Neben den Sirenen nutzte das Innenministerium auch zwei andere Wege für den Probealarm. Die Feuerwehr fuhr mit Lautsprecherfahrzeugen durch die Städte und machte Durchsagen.

Die Warn-App "Nina" informiert auf dem Smartphone über Gefahren.

Nutzer der Warn-App "Nina" bekammen zudem eine Nachricht auf ihr Smartphone. Die App wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) entwickelt, um die Bevölkerung auf Gefahren hinzuweisen.

Warntag künftig einmal im Jahr

Der heutige Probealarm wird nicht der letzte gewesen sein. Das Innenministerium will künftig an jedem ersten Donnerstag im September einen Warntag veranstalten. Der Grund dafür: In der Vergangenheit hätten sich viele Menschen bei Unwettern oder Großbränden oft nicht ausreichend gewarnt gefühlt.

Alle Informationen des Innenministeriums zu Warnung und Sirenen

Warum werden eigentlich wieder Sirenen aufgebaut?

Sirenen sind vor allem nachts ein zuverlässiges Warnmittel - ihr Heulton holt die Menschen aus dem Schlaf, wenn Fernseher, Radio und Handy ausgestellt sind. Das Innenministerium hat den Kommunen in den vergangenen Jahren rund 20 Millionen Euro für den Ausbau des landesweiten Sirenennetzes zur Verfügung gestellt.

Momentan gibt es 4328 Sirenen in NRW. In den 1990er-Jahren waren die meisten Sirenen abgebaut worden. Der Bund hatte seine Verantwortung dafür abgegeben und nur wenige Kommunen hatten Interesse, die Sirenen zu übernehmen.

Wie soll ich mich im Ernstfall verhalten?

Wenn die Sirenen nicht zur Probe heulen, sondern zum Ernstfall, kann das unterschiedliche Gründe haben: Die Bevölkerung soll dann zum Beispiel vor Großbränden, einer Ausbreitung von Gefahrenstoffen, Bombenentschärfungen oder heftigen Unwettern warnen.

Wer die Sirene hört, sollte Ruhe bewahren, Türen und Fenster schließen und weitere Informationen einholen. Das geht entweder über die Warn-App "Nina" oder über das Radio, bei Stromausfall am besten über das Autoradio. Die Notrufe 110 und 112 darf man nur in einem akuten Notfall wählen - aber nicht, um sich zu informieren. - mit dpa

Quelle: wa.de

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