Landesgartenschau kommt nicht in die Börde

Konnten die Soester die Bewertungskommission überzeugen?

KREIS SOEST - Alle Anstrengungen haben nicht gefruchtet: Die Landesgartenschau 2017 wird nicht in Soest, Bad Sassendorf und Möhnesee ausgerichtet. Umweltminister Johannes Remmel gab soeben am heutigen Mittwoch im Düsseldorfer Landtag bekannt, das Bad Lippspringe den Zuschlag bekommen hat.

„Das Konzept ist nachhaltig, innovativ und überzeugend", sagte Remmel. "Die Landesgartenschau soll ein Schub für die Entwicklung der Stadt und der Region sein." Für die Ausrichtung der Landesgartenschau hatten sich außerdem die Städte Ahlen, Vreden und Warendorf beworben.

Damit lösen sich im Kreis Soest fast alle Hoffnungen und Träume auf ein riesiges Investitionsprogramm sowie einen enormen Entwicklungssprung in den drei Kommunen in Luft auf. Fast vier Jahre lang war das Ereignis vorbereitet worden. Zuletzt war es gelungen, tausende Menschen zu mobilisieren, als am 24. Mai die Berwertungskommission die drei Kommunen besuchte. Aber all das konnte offensichtlich die Jury nicht davon überzeugen, die Landesgartenschau 2017 hierher zu vergeben.

„Alle fünf Städte haben hoch professionelle Konzepte mit unterschiedlichen innovativen Ansätzen vorgelegt, alle lagen auf Augenhöhe. Die Kommission hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber die Bewerbung von Bad Lippspringe war im Gesamtpaket am überzeugendsten“, so Minister Remmel.

Allerdings hatten die drei Bürgermeister und Organisatoren schon vorher betont, dass die Mühen nicht umsonst gewesen seien für den Fall, dass der Zuschlag nicht erfolge. Denn es sei durch die Vorbereitungen und intensiven Gespräche längst ein Maß an interkommunaler Zusammenarbeit gefunden worden, das sich vorher niemand hätte träumen lassen. Und auch die vielen Ideen, die für die Bewerbung entwickelt worden waren, seien wertvoll und gingen nicht verloren.

Der Minister schließt sich dieser Meinung an: „Die Pläne enthalten viele gute Ideen, die weiter verfolgt werden sollten. Man hat bei vielen Städten gemerkt, dass ein richtiges Wir-Gefühl entstanden ist. Dieses Engagement brauchen wir für eine gute Entwicklung im ländlichen Raum und in den Städten."

Quelle: wa.de

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