Landesamt warnt vor Verzehr von Wildaalen

RECKLINGHAUSEN - Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) warnt vor dem Verzehr von selbst gefischten Wildaalen. Bei der Untersuchung von Aalen in nordrhein-westfälischen Gewässern seien bei fast allen Proben die Grenzwerte der Umweltgifte Dioxin und PCB überschritten worden, teilte das Landesamt am Montag in Recklinghausen mit.

Aale aus dem Handel seien nicht betroffen. Insgesamt seien 127 Wildaale in elf Gewässern überprüft worden, darunter in der Ruhr, im Rhein und in der Lippe. Der Aal lagere mit einem Fettanteil von 30 Prozent dioxinähnliche PCB besonders an, sagte ein Sprecher. Es könnten auch andere Fische betroffen sein. Dies müsse jedoch in einer eigenen Untersuchung geprüft werden.

Die Belastung der Umwelt mit PCB erfülle ihn mit tiefer Sorge, sagte Lanuv-Präsident Heinrich Bottermann in einer Mitteilung. "Obwohl der Stoff schon längst nicht mehr eingesetzt wird, ist er überall in der Umwelt vorhanden, weil er praktisch nicht abgebaut wird." Eine chronische Belastung des Körpers mit PCB könne Auswirkungen auf das Nerven- und Immunsystem haben, so das Lanuv. Insgesamt seien zuletzt nur noch wenige Aale gefangen und verzehrt worden, sagte Michael Möhlenkamp, Geschäftsführer des Landesfischereiverbands Westfalen und Lippe.

Quelle: wa.de

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