Lammert Spitzenkandidat der NRW-CDU

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Nordrhein-Westfalens CDU-Parteivorsitzender Armin Laschet (links) gratulierte Bundestagspräsident Norbert Lammert zur Spitzenkandidatur.

MÜNSTER - Die nordrhein-westfälische CDU zieht mit Norbert Lammert als Spitzenkandidat in den Bundestagswahlkampf. Die 234 Landesdelegierten wählten den Bochumer Politiker am Samstag mit 98 Prozent der Stimmen auf den ersten Listenplatz.

Die CDU-Versammlung in Münster stand unter dem Eindruck eines Schwächeanfalls des krebskranken Innenpolitikers Wolfgang Bosbach. Der 60-Jährige wurde nach einem Zusammenbruch in die Uniklinik Münster gebracht, konnte nach der Untersuchung aber nach Hause zurückkehren.

Erstmals hat in der NRW-CDU eine Politikerin mit türkischem Migrationshintergrund Chancen auf dem Einzug in den Bundestag. Die Aachenerin Cemile Giousouf setzte sich in einer Kampfabstimmung um Listenplatz 25 gegen Sylvia Pantel aus Düsseldorf durch.

Auf den vorderen Listenplätzen stehen prominente CDU-Politiker wie Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (Platz 2), CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe (4) und NRW-Landesgruppenchef Peter Hintze (5). Alle kamen jeweils auf mehr als 96 Prozent der Delegiertenstimmen. Bosbach wurde noch vor seinem Schwächeanfall mit 97 Prozent auf den sicheren Platz 7 der Landesliste gewählt.

Zum Ende der Veranstaltung gab CDU-Landeschef Armin Laschet vor den Delegierten Entwarnung: "Wolfgang Bosbach ist nach einer Untersuchung auf dem Weg nach Hause. Er ist auf dem Weg der Besserung." Bosbach hat Prostatakrebs sowie Knochenmetastasen in Wirbelsäule und Becken.

Ein Drittel der NRW-Listenplätze wird von CDU-Frauen besetzt. Bei der letzten Bundestagswahl waren es knapp ein Viertel. Die Bundestagsabgeordnete Ingrid Fischbach besetzt nach Lammert und Pofalla Platz 3 der Landesliste. Bundesweit stellt die CDU im bevölkerungsreichsten Bundesland mit 146 000 Mitgliedern den größten Landesverband der Partei. Laschet lobte vor der Abstimmung die Liste. "Wir werden deutlich jünger und weiblicher."

Pantel hatte die Kampfabstimmung gegen Giousouf erst kurzfristig angekündigt. Für Giousouf stimmten 156 Delegierte, für die Düsseldorfer CDU-Ratsherrin 79 Delegierte. Laschet begrüßte nach der Wahl, dass beide Frauen angetreten waren. Die 34-jährige Giousouf tritt für den Wahlkreis Hagen an. Sie arbeitet als Referentin im NRW-Sozialministerium. - lnw

Quelle: wa.de

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