Kutschaty will Erziehung im Jugendarrest stärken

DÜSSELDORF - Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) will den Jugendarrest unter der Leitlinie "Erziehen statt Wegsperren" regeln. Über den Gesetzentwurf berät an diesem Mittwoch der Rechtsausschuss des Landtags.

Richter verurteilen junge Straftäter beispielsweise dann zum Jugendarrest, wenn eine Jugendstrafe zu hart und Sozialstunden zu lasch wären, oder wenn der Jugendliche Auflagen nicht erfüllt. Der Jugendarrest ist durch ein Bundesgesetz geregelt, die Bundesländer müssen aber zusätzlich jeweils selbst Rechtsklarheit schaffen.

Kutschatys Gesetzentwurf sieht vor, die Rolle von Sozialpädagogen und Psychologen im Jugendarrest zu stärken. Dafür würden jährlich 830 000 Euro zusätzlich anfallen. Die Wirkung der pädagogischen Arbeit ist umstritten, denn die Jugendlichen bleiben nur zwischen zwei Tage und vier Wochen im Arrest. Im vergangenen Jahr verbüßten in NRW 9500 junge Männer und Frauen einen Jugendarrest. - lnw

Quelle: wa.de

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