Kulturhauptstadt 2010: Revier will weiter glänzen

OBERHAUSEN ▪ Die Macher des Kulturhauptstadtjahres 2010 im Ruhrgebiet schöpfen aus dem enormen Erfolg des Großereignisses langen Atem für die Zukunft: Mehr als 30 Projekte sollen dauerhaft fortgesetzt werden. „Das Ruhrgebiet muss Kulturhauptstadt bleiben“, fordert Fritz Pleitgen, Vorsitzender der Ruhr.2010 GmbH. Am 18. Dezember feiert die Ruhr.2010 in Gelsenkirchen offiziell ihr Finale. Das Programm läuft aber bis zum 31.12. weiter.

Das fast beendete Kulturhauptstadtjahr sei ein überwältigender Erfolg gewesen, sagte Pleitgen. Die Errungenschaften daraus müsse man sichern, darum solle die Marke Kulturhauptstadt auch ohne den offiziellen Titel beibehalten werden, als Signal nach außen und Forderung nach innen. Wichtig sei dabei, Strukturen zu erhalten, damit Aktivitäten und Mittel nicht verläppert würden. Pleitgen und sein Mitvorstand Oliver Scheytt schlagen darum vor, eine Steuerungsinstanz für die Kultur im Revier zu schaffen. Es dürfe nicht „kleinklein“ weiter gehen, stichelte Pleitgen gegen die „Kräfte der Restauration“.

Beeindruckende Zahlen legten die Macher gestern im Gasometer Oberhausen vor. 10,5 Millionen Besucher kamen zu mehr als 5500 Veranstaltungen. Der Etat von 61,5 Millionen Euro wurde eingehalten, zusätzlich wurden rund 500 Millionen Euro an Investitionen ausgelöst. Bilder vom Stillleben Ruhr, vom Chorwochenende „iSing“ gingen um die Welt. Das Image des Ruhrgebiets habe nachhaltig verbessert werden können. Am höchsten bewertet Pleitgen den Zuspruch der Bevölkerung, die die Kulturhauptstadt „zu ihrer Sache“ gemacht habe. Das Lob war einhellig, 95 Prozent der bei Veranstaltungen Befragten vergaben die Noten „gut“ und „sehr gut“. ▪ Von Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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