SPD und Grüne in NRW einig:

Künftig an bis zu 13 Sonntagen einkaufen

DORTMUND - SPD und Grüne in Nordrhein-Westfalen haben sich auf eine Neuregelung bei den verkaufsoffenen Sonntagen verständigt. Städte und Gemeinden können künftig maximal 13 verkaufsoffene Sonntage genehmigen.

Jede einzelne Verkaufsstelle darf nicht häufiger als an vier Sonntagen jährlich geöffnet sein. Zudem soll die Ladenöffnung nur genehmigt werden, wenn es dafür einen Anlass, wie etwa ein Stadtfest, gibt.

Lesen Sie auch:

Mehrheit ist gegen Ladenöffnung sonntags

Kehrt Ladenschluss in NRW zurück?

Sonntags-Urteil: Kirchen und Gewerkschaft zufrieden

Mit der Neuregelung will die Landesregierung die Auswüchse beim Sonntagsverkauf eindämmen. Bislang sind jährlich vier verkaufsoffene Sonntage pro Stadtteil erlaubt, was dazu führte, dass in größeren Städten mit vielen Bezirken der Sonntagsverkauf an der Regel war. So gab es 2010 in Dortmund 30 verkaufsoffene Sonntage, in Essen und Köln waren es je 24. Damit soll nun Schluss sein.

Ein verkaufsoffener Sonntag je Monat plus einen extra für die Adventszeit: Auf diese Formel haben sich SPD und Grüne verständigt, „Einen Zeitplan zur Umsetzung gibt es jedoch noch nicht“, sagt Grünen-Wirtschaftsexpertin Daniela Schneckenburger. Bis zur Umsetzung müsse gegebenenfalls auch noch darüber nachgedacht werden, ob eine Differenzierung der Regelung für Städte unterschiedlicher Größe sinnvoll sei. „In jedem Fall aber sind die Kommunen gut beraten, ein Konzept zu erstellen, welche Geschäfte wann und wo öffnen dürfen“, meint Schneckenburger.

Sie hofft auf ein glückliches Händchen der Kommunen bei der Verteilung der Sonntage. Schließlich sollten auch Nebenzentren die Gelegenheit haben, sich in einem guten Licht zu präsentieren. Besonderen Wert, so die Grünen-Politikerin, habe man bei der Regelung auf den „Anlassbezug“ gelegt. „Nicht die Ladenöffnung soll Anlass für ein Fest sein, sondern umgekehrt“, so Schneckenburger. Gegen die alte Praxis hatten vor allem Kirchen und Gewerkschaften gewettert.

Geändert werden soll nach dem Bericht auch die umstrittene Feiertagsregel. An Ostern, Weihnachten und Pfingsten sollen Bäcker und Blumenhändler künftig wieder am jeweils ersten Feiertag öffnen dürfen und nicht wie bislang am zweiten. Der Gewerkschaft Verdi gehen die Neuerungen indes nicht weit genug: In Oppositionstagen hätten SPD und Grüne noch gegen die grundsätzlichen Ladenöffnungszeiten, die praktisch eine Öffnung rund um die Uhr erlaubten, gekämpft. Diesen Aspekt aber ließen sie nun unangetastet. - epd/oel

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare