NRW: Runder Tisch zu Flüchtlingshilfe

DÜSSELDORF - SPD, Grüne und Piraten lehnten am Donnerstag einen Antrag der CDU ab, der muslimische Verbände zu mehr Engagement in Flüchlingsfragen aufforderte. Ein Runder Tisch soll weitere  Engagementsmöglichkeiten klären.

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Die Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen in NRW soll Thema eines Runden Tisches sein. Dort solle erörtert werden, wie die Zivilgesellschaft und die muslimischen Verbände bei der Betreuung von Flüchtlingen helfen könnten, sagte Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag.

Das Parlament wies mit der Mehrheit von SPD, Grünen und Piraten einen CDU-Antrag ab, in dem mehr Engagement muslimischer Organisationen in der Flüchtlingshilfe gefordert wird. Sprecher aller Parteien lobten das Engagement von Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Migrantenorganisationen und privaten Initiativen bei der Aufnahme, Versorgung und Betreuung von Flüchtlingen.

Auch muslimische und alevitische Gemeinden leisteten "tagtäglich einen wertvollen Beitrag zur Aufnahme und Begleitung von Flüchtlingen", betonte Integrationsminister Schneider. Sie wirkten so vielerorts mit an einer Willkommenskultur.

Im Oktober hatten sich Vertreter von Politik, Kommunen, Verbänden und Kirchen bei einem Flüchtlingsgipfel auf Verbesserungen bei der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen in Nordrhein-Westfalen geeinigt. Der Landtag beschloss daraufhin, unter anderem die Kostenpauschale für die Städte anzuheben, mehr Geld für die soziale Beratung von Flüchtlingen auszugeben und einen Härtefallfonds für die medizinische Versorgung einzurichten. - epd 

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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