DNA-Probe überführt Sexualstraftäter

KÖLN - Wie die Kriminalpolizei Köln erst jetzt mitgeteilt hat, wurde bereits am Donnerstag vergangener Woche ein 49-jähriger Mann aus Leverkusen festgenommen, dem vorgeworfen wird, seit den 90er Jahren im Raum Leverkusen und Burscheid schwere Sexualstraftaten verübt zu haben.

Der Beschuldigte steht im Verdacht, sich seit 1991 mehrfach - in den Abend- und Nachtstunden - brutal an jungen Frauen vergangen zu haben. Hierbei hinterließ der 49-Jährige DNA-Spuren, die seinerzeit jedoch nicht zugeordnet werden konnten. Im April 2012 näherte sich der bis dahin noch Unbekannte in exhibitionistischer Weise zwei Mädchen in einem Grüngelände am Wupperufer. Eine dort gesicherte Spur führte die Ermittler zu der Vergewaltigungsserie aus den 90ern.

Letztmals auffällig geworden sein soll der nun Festgenommene bei einem Übergriff auf der Wupperbrücke in der Nähe des Opladener Tierheimes im Januar 2013, als er sich einer jugendlichen Geschädigten (16) mit entblößtem Geschlechtsteil gezeigt, sie angegriffen und versucht haben soll, sie an das Brückengeländer zu drängen. Die Sechzehnjährige konnte sich losreißen und flüchten. Die Ermittlungsgruppe "Schuster" fahndete in der Folge nach dem Angreifer.

Akribisch untersuchten und verglichen die Fahnder - auch unter Hinzuziehung des Landeskriminalamts - sämtliche Erkenntnisse aus noch ungeklärten Altfällen sowie aktuell vorliegenden Sexualstraftaten. Und kamen so dem jahrelang nicht polizeilich in Erscheinung getretenen Leverkusener auf die Spur.

Seitens der Staatsanwaltschaft wurden Gerichtsbeschlüsse zur Wohnungsdurchsuchung und DNA-Entnahme bei dem nunmehr Verdächtigen erwirkt. Und unmittelbar nach dem Abgleich dieser DNA-Probe mit den bis dahin vorliegenden Ermittlungsergebnissen der Ermittlungsgruppe "Schuster" erfolgte die Festnahme des 49-Jährigen. Ein Haftrichter erließ Haftbefehl. Der Mann lässt sich anwaltlich vertreten und macht bislang keine Angaben zur Sache. Die intensiven Ermittlungen dauern an. - ots

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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