Kreative Konzepte an Schulen in NRW

Ganztagsmesse

HAMM – Viele Möglichkeiten, den Ganztag an Schulen in NRW kreativ zu gestalten, wurden gestern in der Alfred-Fischer-Halle in Hamm aufgezeigt. Mehr als 1100 Gäste besuchten die Ganztagsmesse „ganz!dabei“ für die Sekundarstufe I. Während bei den OGS-Messen 2007 und 2009 die offenen Ganztagsgrundschulen im Fokus standen, drehte sich diesmal alles um weiterführende Schulen – und deren kreative Konzepte.

So stellte die Gemeinschaftshauptschule Bruchstraße in Mülheim an der Ruhr ihre sogenannten „Schülerfirmen“ vor. Diese gehören dort zum Wahlpflichtangebot für Siebt- bis Zehntklässer, erklären Schulsozialarbeiterin Iris Rausch und Marlies Rustemeyer, Projektleiterin für Ehrenamtler. Wer in der „Zauberküche“ arbeite, kümmere sich beispielsweise um das Catering für Firmen. Die Schüler kochen unter Anleitung von zwei Lehrerinnen. Danach servieren sie vor Ort. In der Schule selbst können sich Kunden in der „Tintentanke“ ihre Druckerpatronen auffüllen lassen und bei „Bruchstücke“ ihre T-Shirts mit einem Wunschaufdruck versehen lassen. Auch Kalender gebe es dort, sagt Rustemeyer. Ziel der „Schülerfirmen“ sei es, die Jugendlichen auf das Berufsleben vorzubereiten.

Am Gymnasium in Neuss-Norf gibt es den sogenannten „flexiblen Ganztag“. Dieser sei ein freiwilliges Nachmittagsangebot, das es montags bis donnerstags für Fünft- bis Siebtklässler gebe, erläutert Beatrix Funck-Gondorf. Die engagierte Mutter ist Hausaufgabenbetreuerin und kümmert sich nach dem Mittagessen um die Schüler. Im Anschluss nehmen die Mädchen und Jungen an AGs wie der Garten-, Sport- oder Computer-AG teil. Sie dürfen sich auch im „Time to relax“-Raum aufhalten. „Dort können sie lesen, schlafen oder sich unterhalten“, so Funck-Gondorf. Beim „flexiblen Ganztag“ gebe es eine Zusammenarbeit von Eltern und Sozialpädagogen. „Und wir stehen in ständigem Kontakt zur Schulleitung, den Lehrern und den anderen Eltern. Das klappt sehr gut.“

An den 57 Messeständen waren gestern aber nicht nur Schulen vertreten. Auch viele Kooperationspartner wie der Landessportbund oder die Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW“ waren bei der von der Serviceagentur „Ganztägig lernen in NRW“ veranstalteten Messe vor Ort.

Dominic Rieder

Quelle: wa.de

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