Kranke Studenten mit weniger Pflichten

DÜSSELDORF ▪ Krank zu werden, ist für Studenten im Prüfungsstress in NRW doppelt unangenehm. Versäumen sie aus Krankheitsgründen die Teilnahme an einer Prüfung, müssen sie dem Prüfungsamt ihrer Universität nicht nur einen Krankenschein einreichen, sondern auch die Diagnose ihres Arztes offenlegen.

„Ein völlig unhaltbarer Zustand“, kritisiert der FDP-Abgeordnete Stefan Romberg, der selbst Arzt ist. Der Liberale sieht Datenschutz- und Persönlichkeitsrechte verletzt. Das Arztgeheimnis müsse auch für Studierende gelten. Weder Arbeitgeber noch Prüfungsämter gehe die Art einer Erkrankung etwas an. Zumal die Atteste bei den Prüfungsämtern von medizinischen Laien beurteilt würden. Die FDP habe daher gemeinsam mit der CDU einen Antrag in den Landtag einbracht, der diesen „Seelenstriptease“ vor dem Prüfungsamt künftig verhindern soll. Die Landesregierung soll die Prüfungsordnungen ändern. ▪ dfb

Quelle: wa.de

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