Ärzteorganisationen sind gefordert

KÖLN - Der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn hat Ärztekammern und kassenärztliche Vereinigungen zu schärferen Maßnahmen gegen Korruption innerhalb des Berufsstandes aufgefordert.

 "Berufsrechtlich könnte man zum Beispiel Geldstrafen erheben oder im schlimmsten Fall die Approbation entziehen", sagte Spahn am Donnerstagmorgen im ARD-"Morgenmagazin". Solche Verfahren gegen Ärzte sollten eingeleitet werden, "damit jeder merkt, so geht es nicht".

Wenn die Ärzteschaft Bestechungen nicht selbst ächte, "dann ist die Bundesregierung gefordert. Dann sollten wir schärfere Gesetze machen", sagte Spahn. Ein entsprechendes Gesetz sei auch noch vor der Bundestagswahl möglich.

Hintergrund der Debatte ist eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs aus dem Juni: Das Gericht stellte fest, dass sich niedergelassene Ärzte, die für die Verordnung von Arzneien Geschenke annehmen, nach derzeitiger Rechtslage nicht wegen Bestechlichkeit strafbar machen. - dpa

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare