Konsequenzen nach Bluttat in „Liebeszelle“

DÜSSELDORF ▪ Nach dem gewaltsamen Tod einer Besucherin im Gefängnis von Remscheid hat NRW-Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Diejenigen sollen zur Verantwortung gezogen werden, die es zugelassen haben, dass der verurteilte Mörder Karl-Dieter H. nicht durchsucht wurde, bevor er – offenbar bewaffnet – in einen Raum für Langzeitbesuche gelassen wurde. Eine Hausverfügung schreibe die Durchsuchung der Gefangenen vor und nach Besuchen vor. Gegen diese Vorschrift sei verstoßen worden, sagte die Ministerin gestern im Rechtsausschuss des Landtags. Sie habe einen Sicherheitsexperten ihres Hauses in das Remscheider Gefängnis geschickt. Außerdem habe sie alle elf weiteren Gefängnisse mit „Liebeszellen“ angewiesen, Kontrollen der Gefangenen vor und nach Besuchen sicherzustellen.

Der 50-Jährige verurteilte Kindesmörder, der seit 19 Jahren in Haft ist, hatte am Sonntag seine 46-jährige Freundin aus Walstedde mit einem Gurt zu Tode stranguliert; offenbar wollte sich die Frau von ihm trennen. ▪ dfb Kommentar/Land und LeuteÔ

Quelle: wa.de

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