Kohlestiftung plant Firmenübernahmen noch in diesem Jahr

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DÜSSELDORF/ESSEN - Die deutsche Kohlestiftung erzielt hohe Überschüsse und plant noch in diesem Jahr den Einstieg bei lukrativen Firmen.

Bis Weihnachten wolle er Mehrheitsbeteiligungen an mittelständischen Unternehmen präsentieren, die am Weltmarkt etabliert sind, sagte der Chef der Essener RAG-Stiftung, Werner Müller, am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung (WPV) in Düsseldorf.

Damit solle das Anlagerisiko breiter gestreut werden. Öffentliche Papiere brächten außerdem kaum noch Erträge. Die Stiftung werde zur weiteren Risikostreuung langfristig auch ihren Anteil am Spezialchemiekonzern Evonik von noch rund 68 Prozent weiter verringern.

Die RAG-Stiftung organisiert nach einem Gesetz von 2007 den sozialverträglichen Ausstieg aus dem deutschen Steinkohlebergbau und trägt ab 2019 die sogenannten Ewigkeitslasten wie etwa das dauerhafte Abpumpen von Grubenwasser. Jährlich würden dann nach bisheriger Einschätzung etwa 220 Millionen Euro für die Lasten anfallen.

Die Einnahmen der Stiftung aus der Evonik-Dividende und Kapitalanlagen betrügen aber aktuell rund 350 Millionen Euro im Jahr, sagte Müller. Bei guter Anlage könnten sie bis 2019 auf das Doppelte anwachsen. Wegen ihrer langfristigen Anlagestrategie sei die Stiftung attraktiv etwa für mittelständische Familienunternehmen: "Wir sind das genaue Gegenteil einer Heuschrecke." - dpa

Quelle: wa.de

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