Kölner Bauskandal weitet sich aus

U-Bahn-Baustelle in Düsseldorf. ▪

KÖLN ▪ Der Kölner U-Bahn-Pfusch weitet sich immer mehr zu einem überregionalen Bauskandal aus. Nachdem nun auch beim Düsseldorfer U-Bahn-Bau gefälschte Bauprotokolle entdeckt worden sind, lässt die dortige Bezirksregierung alle vergleichbaren Großprojekte der vergangenen 40 Jahre überprüfen, darunter Brücken und Tunnel. „Wir möchten als Aufsichtsbehörde sagen können, dass wir alles getan haben“, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung Düsseldorf.

Im Zentrum der Kritik steht weiter der zweitgrößte deutsche Baukonzern, Bilfinger Berger aus Mannheim. Er ist federführend an der skandalumwitterten Kölner U-Bahn und auch an der Düsseldorfer U-Bahn beteiligt.

Die Verantwortlichen für den Kölner U-Bahn-Bau stellten sich gestern Abend besorgten Anwohnern der Baustelle Heumarkt. Die Baugrube muss möglicherweise an diesem Wochenende geflutet werden, um den Druck durch das Rhein-Hochwasser auszugleichen. Die Anwohner sind entsprechend besorgt und verärgert. In der Baugrube wurden teilweise nur 17 Prozent der stabilisierenden Eisenbügel eingebaut.

Die Bezirksregierung Düsseldorf verschärfte gestern die Kontrolle über den U-Bahn-Bau in Düsseldorf. Die Stadt Düsseldorf hatte am Dienstag Strafanzeige gegen zwei Bilfinger-Berger-Mitarbeiter erstattet, nachdem ähnlich wie in Köln gefälschte Bauprotokolle entdeckt worden waren. ▪ dpa

Quelle: wa.de

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