Kleine Tochter vor der Webcam missbraucht: Acht Jahre Haft

ESSEN - Das Kleinkind soll geschrien und geweint haben, trotzdem zeigte die Mutter kein Erbarmen: Monatelang hat eine Frau aus Gladbeck ihre kleine Tochter vor einer Webcam sexuell missbraucht. Am Montag verurteilte das Landgericht Essen die Frau zu acht Jahren Haft.

Die 36-Jährige hatte bei der Anklageverlesung noch die Augen verdreht und ungläubig das Gesicht verzogen, nach dem Ausschluss der Öffentlichkeit aber ein Geständnis abgelegt. Ihre beiden Kinder - ein neunjähriger Junge und das heute vier Jahre alte Mädchen - sind seit Bekanntwerden des Skandals in der Obhut des Jugendamtes beziehungsweise beim Vater.

Laut Urteil begannen die Taten im Juni 2010. Über 30 Mal soll die Mutter ihre anfangs zwei Jahre alte Tochter sexuell gequält und erniedrigt haben. Teilweise sollen dabei auch Gegenstände zum Einsatz gekommen sein. Die Übergriffe wurden von einer Webcam aufgezeichnet und waren live im Internet zu sehen. In der Anklage war unter anderem von einem minutenlangen Zungenkuss die Rede. Mehrfach soll das Kind seinen großen Bruder um Hilfe gerufen und sich vor Schmerzen und Ekel erbrochen haben. Die Taten passierten in der Wohnung der Angeklagten.

Der erschütternde Missbrauchsfall war bekannt geworden, nachdem die Polizei die Wohnung eines Kinderporno-Sammlers in der Nähe von Koblenz durchsucht hatte. Der Mann war ein Chatpartner der zweifachen Mutter und hatte die sexuellen Übergriffe aufgezeichnet. Nach Angaben der Mutter hatte er sie zu den Taten überredet. - dpa

Quelle: wa.de

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