Gelsenkirchener Zoo

Nach Unwetter: Der kleine Panda Kenzo ist wieder da

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GELSENKIRCHEN - Kenzo, der dreijährige kleine Panda, aus der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen ist wieder da. Tanja Rühlow hat ihn mit Markus Kirchberg auf ihrem Kontrollsuchgang in einem gut zehn Meter hohem Baum zwischen der Erlebniswelt Asien und dem Giraffenrevier in "Afrika" gefunden.

Dann musste alles ganz schnell gehen. Ein Hubsteiger, der im Zoogelände die losen Äste aus den Bäumen entfernen sollte, wurde herbeigerufen. Mit ihm rund 15 Tierpfleger, zwei Veterinärärztinnen und der Leiter der ZOOM Erlebniswelt. Mit Keschern bewaffnet brachten sich die zoologischen Mitarbeiter unter dem Baum in Position – unter Beobachtung von Kenzo, der alles aufmerksam verfolgte. Der Hubsteiger stieg mit Dr. Pia Krawinkel in die Höhe. Mit dem Kescher dirigierte die beherzte Zootierärztin das rund fünf Kilogramm schwere Tier den Baum herunter. Ein Ausweichen war für Kenzo nicht mehr möglich. Am Boden erwarteten ihn die Kescher der Tierpfleger. Wenige Minuten später war er – unter starkem Protest des Kleinen Pandas – in der sicheren Transportbox und weiter bis zur Veterinärstation. Dort hat er Luisa, sein Pandaweibchen wiedergetroffen. Sie ist immer noch sehr verschüchtert. Er ist eher aufgeregt. Eine medizinische Untersuchung war bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Kenzo wirkt aber putzmunter und kerngesund. Er darf sich jetzt mit Luisa im Tierkrankenhaus erholen.

Das stark beschädigte Gehege der Kleinen Pandas in der Erlebniswelt Asien ist inzwischen wieder frei geräumt, aber noch nicht wiederhergestellt. Es wird noch Tage dauern bis das Pandarevier so instand gesetzt ist, dass das Pärchen einziehen kann.

Inzwischen sind die Besucher- und die Wirtschaftswege von Ästen und umgestürzten Bäumen befreit und der Abtransport von Holz und Baumstämmen kann beginnen. Die Landschaftsanlage der Tiere werden zurzeit noch von umgestürzten Bäumen befreit, Zäune repariert und die Anlagen wieder instand gesetzt.

Noch befinden sich zahlreiche große, lose Äste in den Bäumen, die jederzeit herabstürzen können. Eine Fachfirma ist damit beschäftigt, eine Baum-Sicherheitskontrolle durchführen und die Äste aus den Baumkronen zu entfernen.

Allen anderen Tieren geht es gut. Die meisten haben den Sturm in ihren Stallungen verbracht und auch die Tiere, die auf den Außenanlagen geblieben sind, sind unverletzt.

Die meisten Tiere, deren Gehege unversehrt blieben oder bereits wieder in Stand gesetzt werden konnten, befinden sich inzwischen auch schon wieder in den Außengehegen. So genießen die Elche, Rentiere, Trampeltiere und Orang-Utan bereits wieder die Sonne.

Wann die ZOOM Erlebniswelt wieder für Besucher geöffnet werden kann, steht noch nicht fest. Es wird allerdings mit Hochdruck daran gearbeitet, um vielleicht schon am Wochenende die Tore wieder öffnen zu können.

Quelle: wa.de

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