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Corona-Regeln in NRW: Pro Kita-Kind acht Tests im Monat

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Von: Simon Stock

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Das Land NRW hat die neuen Corona-Regeln für Kitas vorgestellt. Jedes Kind erhält zwei Tests pro Woche zur Verfügung gestellt. 

Düsseldorf - Viele Eltern befinden sich mit ihren Kindern im Sommerurlaub. Noch. Aber schon bald kehrt in Nordrhein-Westfalen wieder Alltag ein. Nicht nur die größeren Mädchen und Jungen stehen vor einem neuen Schuljahr. Auch die Kleinsten erwartet ein neues Kita-Jahr. Die Probleme sind ähnlich: Wie werden die Kitas für eine neue Corona-Welle gerüstet?

BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner17,9 Millionen
HauptstadtDüsseldorf

Kitas in NRW: Neue Corona-Regeln ab August - Eltern erhalten Tests

Die Corona-Zeit hat vielen Menschen viel abgefordert - vor allem aber den Eltern kleiner Kinder. Die Einschränkungen des Betriebs in Kitas und in Kindergärten waren seit dem Start Pandemie im Jahr 2020 massiv und ständigen Veränderungen unterworfen. Die Sorge vor einer neuen Corona-Welle im Herbst wächst. Und mit ihnen auch die Unsicherheit von Eltern: Können Kitas wieder schließen? Kann ich zur Arbeit gehen oder muss ich mein Kind zuhause betreuen?

Die nordrhein-westfälische Familienministerin Josefine Paul von den Grünen hat am Freitag (29. Juli) bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf die Corona-Regelungen für das am 1. August beginnende Kita-Jahr bekannt gegeben. Demnach sollen Eltern künftig pro Woche zwei Tests über die Kitas erhalten und sie zu Hause bei typischen Corona-Symptomen ihrer Kinder einsetzen. Diese Regelung soll zunächst bis zu den Herbstferien gelten. Flächendeckende Tests soll es nicht geben.

Kitas in NRW: Kinder können ohne Test von Kita ausgeschlossen werden

Kinder mit entsprechenden Corona-Symptomen können künftig von der Betreuung ausgeschlossen werden, solange kein negativer Test vorgelegt werde. Dies werde eine Änderung der Corona-Schutz-Verordnung am 8. August ermöglichen, kündigte Paul an. „Kranke Kinder gehören nicht in die Kita“, sagte die Ministerin. Das gelte ja auch bei allen anderen Krankheiten. 

Dabei werde aber vor allem auf vertrauensvolle Kooperation mit den Eltern gesetzt, deren Aussage im Regelfall ausreichend sei. „Wir wollen durch die Tests sicherstellen, dass nicht jede Rotznase dazu führt, dass Kinder zu Hause bleiben müssen“, sagte Paul. Schließlich seien gerade im Herbst und Winter viele Kinder verschnupft. Wenn der Selbsttest zu Hause negativ sei, könnten die Kinder in die Kita gebracht werden. 

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hatte zuvor mit seiner Ankündigung, dass es „flächendeckende Schließungen von Kitas und Schulen“ nicht mehr geben darf, den Weg durch den Herbst vorgezeichnet. Schulministerin Dorothee Feller hat bereits Masken-Empfehlungen für Klassen- und weitere Innenräume ausgesprochen. Auch zum Testverfahren äußerte sie sich.

Die Sorge ist groß vor einer erneuten Corona-Welle im Herbst. Gesundheitsminister Karl Lauterbach schließt erneute Schulschließungen nicht aus. Ab Sonntag (31. Juli) gilt die uneingeschränkte Impfpflicht bei Masern. Die Impfung muss jetzt in Kitas und Schulen nachgewiesen werden - sonst drohen Konsequenzen. (mit dpa)

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