Kirchentag „Mensch und Tier“ litt unter Regenwetter

Beim Abschlussgottesdienst im Fredenbaumpark durften die Tiere selbstverständlich dabei sein. ▪

DORTMUND ▪ Es sollte ein Zeichen gegen Tierversuche und artgerechte Haltung sein: Zum ersten ökumenischen Kirchentag „Mensch und Tier“ in Dortmund sind am Wochenende jedoch weit weniger Menschen gekommen als erwartet.

Der Veranstalter zählte nur rund 1000 statt der erwarteten 8000 Besucher, wie Mitinitiator Friedrich Laker am Sonntag mitteilte. „Mit dem Kirchentag wollen wir einen Appell an die Kirche richten, sich für die Würde der Tiere einzusetzen“, formulierte der evangelische Pfarrer Laker vom Bundesvorstand „Aktion Kirche und Tiere“ (AKUT).

„Wenn doch der Regen nicht wäre, dann wären bestimmt viel mehr Leute hier“, sagt Detlef Gnatowksi aus Dortmund. Der 51 Jahre alte Hundefreund ist mit seinen Mischlingshunden Elvie und Jovi gekommen. „Ich finde es richtig gut, dass die Themen Kirche und Tiere gekoppelt werden“, sagt er. Ein paar Meter weiter, zeigt Hundetrainerin Karola Gaidis, was die Tiere alles können. „Kommen Sie doch mal ran und streicheln Sie die Tiere“, ermuntert Gaidis die wenigen Zuschauer, die trotz Regen im Park ausharren.

Nicht nur Hunde waren das Thema der dreitägigen Veranstaltung mit Vorträgen, Konzerten und Diskussion, sondern auch Laboraffen, Tauben oder Fische. „Das Leid der Fische wird unterschätzt, Überfischung ist für uns hier ein großes Thema“, sagt Laker. Fleisch oder Fisch gibt es nicht an den Essensständen. Besucher haben die Auswahl zwischen Champignons, Reibekuchen oder Gemüsepizza.

Und zwischen viel Prominenz: Eugen Drewermann etwa, der bekannte Theologe, diskutierte am Samstag mit den Besuchern. Auch WDR-Moderatorin Claudia Ludwig („Tiere suchen ein Zuhause“) und Prinzessin Maya von Hohenzollern kamen zur tierischen Kirchentagspremiere. Musikalischer Höhepunkt des Kulturprogramms war ein Auftritt des ehemaligen Genesis-Sängers Ray Wilson zusammen mit dem Berlin Symphony Ensemble. ▪ dpa

Quelle: wa.de

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